Das Buch ist noch nicht erschienen aber es soll gut sein. Vor allem Money und Risk Management werden detaliiert angesprochen. Einige Auszüge aus dem Buch sind in dem letzen "Traders Journal" ( Nr. 13/06) abgedruckt. Wenn jemand das Buch erwibt, wird hier um esine persönliche Meinung gebeten
Die Auszüge aus dem Buch bezüglich Money und RiskManagement erinnern mich an die ernsthafte Poker-Literatur, was bestätigt meine Meinung, dass die Techniken von Trading und Poker sich sehr ähnlich sich: Positive Gewinnerwartung, Risiko Begrenzung, Gewinn Maximierung, Rendite Berechnung - Und das wichtigste - sowohl Poker als auch Day Trading sind Volkswirtschaftlich eine Total unnützliche Angelegenheit die nur dann Gewinne bringt, wenn der Gegenpartner verliert. Ein Null Summen Spiel (von Gebühren und Spreads bei Trading und Rakes bei Poker abgesehen) .
Beide Spiele haben noch eine Gemeinsamkeit:
Die Verluste gehören zum Geschäft. Ein Streben nach Sicherheit oder 100% Trefferquote ist von anfang an zum scheitern verurteilt. Van Tharp schreibt darüber:
Ihr Ziel ist
es, unter dem Strich in der Gewinnzone
zu landen. Sie wollen mit Sicherheit
wissen, dass Sie dieses Ziel nach zehn
oder mindestens nach 50 Trades erreichen
werden. Sie müssen kein Geld mit
dem Trade verdienen, den Sie gerade
jetzt durchführen. Sie müssen sich nur
auf die Regeln zur Glattstellung des Trades
konzentrieren, ob er profitabel ist
oder nicht, entsprechend Ihren Regeln
für Gewinne und Verluste. Das Bedürfnis,
mit jedem einzelnen Trade Geld zu
verdienen, ist ein sicherer Weg in die
Katastrophe. Um beständige Profite zu
erzielen, brauchen Sie aber nicht mehr
als ein Tradingsystem mit einer soliden
positiven Gewinnerwartung.
Ähnlich ist bei Texas Hold´em. Von 100 Händen werden nur 20 gespielt, davon 10 Gewonnen und unterm Strich hat man sein Gewinn. Fische werden dafür bluten müssen.
(Das ist der Grund warum der User Fisch bei FX Trading bleiben sollte, die Gewinne müssen von Fischen kommen, damit die Haien satt werden ) _________________
Zuletzt bearbeitet von Joram am 28.06.2006, 07:19, insgesamt einmal bearbeitet
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 28.06.2006, 07:53
@Joram
immer auf die Fische! Haie sind auch Fische. Man sagt doch "High Fisch!"
Van Tharp halte ich für gut! Werde ich bestimmt lesen!! _________________
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 28.06.2006, 07:58
@Fisch
Zitat:
Man sagt doch "High Fisch!"
Bist Du dir schier?
So viel ich weiß, klingt das anders: Petri heil!
_________________
wuelle
Anmeldedatum: 24.08.2005 Beiträge: 336
Verfasst am: 28.06.2006, 13:03
Zitat:
Joram schrieb am 28.06.2006 08:04
Und das wichtigste - sowohl Poker als auch Day Trading sind Volkswirtschaftlich eine Total unnützliche Angelegenheit
Trader spenden dem Markt Liquidität, das soll angeblich der Effizienz der Märkte dienen. In so fern sind Trader, Hedgefonds und sonstiges Ungeziefer an den Kapitalmärkten herzlich willkommen, und sei es als Fischfutter.
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 28.06.2006, 14:35
@Wuelle,
Zitat:
Trader spenden dem Markt Liquidität, das soll angeblich der Effizienz der Märkte dienen.
wenn jemand einen Sinn für seinen Job sucht, kann diese Begründung durchgehen lassen. Effizienz des Marktes dient vor allem den anderen Tradern, damit sie schnell seine Ware kaufen oder verkaufen können. Wenn es stimmt, dass der Wert der Derivate mehrfach den Wert vom Welt-BP übersteigt, dann weiß man auch, dass Derivate Trading eine Wette ist wo mit heißem Luft für viel Geld gehandelt wird. Wenn man diese Derivate anders als in Bar realisieren möchte, gibt es diese Möglichkeit nicht. So viel Waren (aktien, Anleihen) gibt es nicht.
Die Situation sieht anders auf dem Aktienmarkt aus. Die Aktien (obwohl oft hoffnungslos Überwertet) bieten immerhin die Unternehmensanteile. Die Derivate, bei denen die Gewinne meistens mit Barausgleich bei Glattstellung oder auslaufen beglichen werden, stellen dagegen reines spekulatives Instrument dar. Und wenn man an Knock-out Zertifikaten oder CFD denkt, dann dann ist doch offensichtlich, dass diese Derivate ausschließlich der Spekulation dienen und keine Volkswirtschaftliches Nutzen darstellen.
Viele Leute aber brauchen einen Sinn für das was sie tun. Deshalb basteln sich eine Begründung für ihren Trading. Meinetwegen dient Trading mit Bund Future einer Markt Liquidität. Und wenn ein Bund Future innerhalb eines Tages um 800 Ticks runterfällt um am nächsten Tag um 810 Ticks aufzusteigen, dann ist um die Marktliquidität gut bestellt.
Vor allem die Autoren von Trading Büchern finden große Bücher Markt Liquidität gut, besonders aber gut, wenn die Longseite bevorzugt wird. Zurückkaufen wollen Van Tharp und Co ihre Bücher nicht. _________________
wuelle
Anmeldedatum: 24.08.2005 Beiträge: 336
Verfasst am: 28.06.2006, 16:42
@Joram
Ich suche keinen Sinn für meine Arbeit, ich habe ihn schon gefunden
Fuchs/Huber definieren 16 Lebensmotive. Trading befriedigt für mich die Motive Unabhängigkeit (Freiheit, Autonomie), Neugier (Wissen, Wahrheit) und Sparen (Besitz).
Die anderen Motive werden anderweitig mit Aktivitäten ausgefüllt.
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 28.06.2006, 17:41
@Wuelle
na das ist doch prima. Das ändert allerdings nicht an der Tatsache, dass wenigstens Future Trading mit Finanzderivaten heut zu tage eine ziemlich - volkswirtschaftlich gesehen - nutzlose Angelegenheit ist, die für den beteiligten Trader mit entsprechendem Skill eine profitable Beschäftigung mit positiver Gewinnerwartung ist und ihm ein angenehmes Leben (unabhängig und frei von Geldsorgen) ermöglicht.
Optrade hat auf seiner Website das eleganter formuliert.
Ich habe lediglich auf die Parallele zum Pokern hingewiesen, weil ich diese Paralle feststelle.
Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Ausgang ungewiss, aber ein Skill minimimert den Einfluss des Glücks zu Günsten von Strategie und Statistik. _________________
wuelle
Anmeldedatum: 24.08.2005 Beiträge: 336
Verfasst am: 28.06.2006, 18:02
Es gibt drei Arten von Marktteilnehmern am Futuremarkt: Hedger, Arbitrageure und Spekulanten.
Die Rolle, die Hedgefonds, private Trader, Eigenhandelsabteilungen von Banken etc. übernehmen, ist, das Risiko von den Marktteilnehmern die dieses abgeben wollen, zu übernehmen.
Die Handelbarkeit von Risiken hat eine enome wirtschaftliche Bedeutung. Schau Dir mal das Wachstum im Bereich Kreditrisikotransfer, den Credit Default Swaps (CDS) an.
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 28.06.2006, 18:29
@Wuelle
LOL, ich spreche hier aber von privaten Trader, deren einziges Ziel ist das Geld auf den Kursunterschieden zwischen Kauf und Verkauf zu erzielen. Sie Hedgen nichts, die Arbitrieren nichts, die suchen nur nach Möglichkeiten irgendwas billig zu kaufen und teuer zu verkaufen, resp. teuer zu verkaufen und billiger zurück zu kaufen. Andere Ziele haben sie nicht. Und stell dir vor, diese Future Trader (mit kleinen Konten unter 100 K. ) gibt es auf einmal nicht. Die haben sich im Luft aufgelöst. Wer merkt dass sie es nicht mehr gibt? Nur der Broker, bzw. die Bank. Aber für die Volkswirtschaften sind die kleinen, privaten Future Trader bedeutungslos.
Von Zertifikate und CFD Trader gaaanz zu schweigen. Ihre Existenz ist nur sinnvoll für die Banken, die ihnen ihr Sch... verkaufen, sonst für niemanden.
Ich habe damit kein Problem - ich kann Geld verdienen ohn mich Gedanken zu machen ob die Volkswirtschaft davon Nutze hat oder nicht. Wahrscheinlich hätte - wenn ich Tax zahlen würde. Aber das wäre das einzige.
_________________
Zuletzt bearbeitet von Joram am 28.06.2006, 18:29, insgesamt einmal bearbeitet
wuelle
Anmeldedatum: 24.08.2005 Beiträge: 336
Verfasst am: 28.06.2006, 19:54
Zitat:
Joram schrieb am 28.06.2006 19:29
Ich habe damit kein Problem - ich kann Geld verdienen ohn mich Gedanken zu machen ob die Volkswirtschaft davon Nutze hat oder nicht.
Das haben wir gemeinsam.
von Bödefeld
Anmeldedatum: 11.11.2005 Beiträge: 725
Verfasst am: 02.07.2006, 08:48
Zitat:
Die Derivate, bei denen die Gewinne meistens mit Barausgleich bei Glattstellung oder auslaufen beglichen werden, stellen dagegen reines spekulatives Instrument dar. Und wenn man an Knock-out Zertifikaten oder CFD denkt, dann dann ist doch offensichtlich, dass diese Derivate ausschließlich der Spekulation dienen und keine Volkswirtschaftliches Nutzen darstellen.
Lieber Joram,
das stimmt. Aber bitte bitte kannst Du alle Deine Überzeugungsfähigkeit diesbezgl. mal beim Finanzamt anwenden? Vor allem Deine Bemerkung "Dann ist doch offensichtlich" sollte hier Wunder wirken.
Dann werden wir Derivate Trader endlich wieder steuerfrei gestellt
_________________
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 02.07.2006, 10:09
Zitat:
Dann werden wir Derivate Trader endlich wieder steuerfrei gestellt
ich sehe aber keinen Grund, warum die Spekulation mit Derivaten steuerfrei werden soll? Soll ein Derivatespekulant die Infrastruktur des Landes benutzen ohne einen eigenen Beitrag dazu bei zu steuern?
Deswegen ist auch den Deutschen Steuerbürgern offiziell verboten worden an den Online-Gewinnspielen teilzunehmen deren Veranstalter ihren Geschäftssitz auf Gibraltar oder in Mohawk und Navajo Reservaten registrieren lassen, weil der Deutsche Fiskus keinen Zugriff auf die Gewinne von den Spielern und von den Online-Kasinos hat.
Übrigens, in einem Land das von einer unfähigen und korrupten Politmafia regiert wird, wirken keine logische Argumente. Das einzige Alternative ist wie beim telefonieren: