Eine Leserrezension eines Lesers hat das Buch in ein Paar Punkten zusammengefasst:
INHALT: Akienkurse sind keine geometrische Brownsche Bewegung, und somit unterschätzen alle herkömmlichen mathematischen Techniken der Risikosteuerung das Risiko, nämlich
(1) die Black-Scholes-Formel für Optionen,
(2) die Kapitalmarktmodelle von Markowitz,CAPM und APT,
(3) die Value-at-Risk-Techniken.
Aktienkurse sind keine Brownsche Bewegung, denn die Kurse sind
(1) nicht normalverteilt sondern exponentialverteilt/Paretovert.
(2) nicht stochastisch unabhängig sondern abhängig,
(3) schwankt die Standardabweichung extrem.
(4) ist die Handelzeit relativ und verläuft in Perioden hoher Standardabweichung schneller, wodurch es zur Clusterung von Werten kommt.
Mandelbrot empfiehlt zur Risikosteurung Belastungstests mit Zufallszahlen aus der fraktalen Geometrie.
Zusammenfassung: Die wenigen obigen Sätze fassen das ganze Buch von 375 Seiten zusammen, denn der Rest des Buches besteht aus nervtötendem biographischem Eigenlob des Herrn Mandelbrot, ewigen Wiederholungen, blumigen Exkursen ohne Gliederung nach Geschmack eines US-Fernsehspots. Mandelbrot hat Genie, aber der assoziative, schlampige Stil des Buches verärgerte auch andere Leser. Mehr Mathematik, Gliederung und Präzision statt Eigenlob verbessern jedes Buch.
Vielleicht reicht es schon das zu wissen, ohne das Buch lesen zu müssen? _________________
SwingManT
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Verfasst am: 15.01.2007, 10:42
- Das Buch habe ich, steht fast nichts brauchbares drin...
Joram
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Verfasst am: 15.01.2007, 11:38
wie ich auch vermutet habe....
Der Titel klingt aber gut.... _________________
Rossi
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 830
Verfasst am: 15.01.2007, 13:40
@Joram und Swingman,
ich kannte das Buch nicht. Amazon hat mich per E-Mail darauf aufmerksam gemacht.
Der Titel hat mich neugierig gemacht und läßt einiges erwarten.
Vielen Dank für Euere Bemühungen.
Gruß
Rossi
SwingManT
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Verfasst am: 15.01.2007, 13:58
Zitat:
Rossi schrieb am 15.01.2007 14:40
Der Titel hat mich neugierig gemacht und läßt einiges erwarten.
- Selbstverständlich ist der Inhalt aufregend, und die beschriebenen Methoden interessant.
Leider kann man damit nur den Nobel Preis erhalten, aber keine Tradingstrategie ableiten. Makroökonomisch sieht alles wunderbar aus, für das Daytrading kann man aber nichts ableiten, das war meine Enttäuschung.
Ernie
Anmeldedatum: 08.10.2005 Beiträge: 973
Verfasst am: 15.01.2007, 14:14
Zitat:
Fraktale sind Figuren gebrochener Dimension, die Selbstähnlichkeit aufweisen, d.h. bei denen Teilfiguren eine verkleinerte Kopie der Gesamtfigur sind.
Vielleicht sollte man in diesem Fall als Übesetzung lieber "Zerbrochenes = Kaputtes" oder sogar "Erbrochenes" wählen...
Rossi
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Verfasst am: 15.01.2007, 17:34
@Ernie
Es gibt etliche Versuche von hochkarätigen Tradern mit Hilfe der fraktalen Dimension Indikatoren zu erstellen.
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Verfasst am: 16.01.2007, 10:06
@Rossi
Gerade am Wochenende habe ich ein paar Indikatoren von Ehlers programmiert. Sie sind ausgezeichnet!
Aber, mit Fraktale hat nur die Bezeichnung zu tun. Das wesentliche sind seine Berechnungsalgorithmen, insbesondere die adaptiven. Es wird der Dominante Zyklus ermittelt, und für jeden Indikator der ein EMA benutzt, wird eine automatische Anpassung gemacht. Toll!
Rossi
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Verfasst am: 16.01.2007, 15:08
@Swingman
lagere die Berechnung des Dominanten Zyklus in eine Funktion aus, dann kannst mit allen Indikatoren, die Perioden als Input verlangen, wunderbar herumspielen.
Du mußt aufpassen, ob als Eingabe Periode oder Periode/2 erfolgen muß.
Die Auslagerung als Funktion verkürzt den Code von Ehlers Indikatoren.
Gruß
Rossi
Rossi
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Verfasst am: 16.01.2007, 18:00
@Swingman
Voraussetzung für das oben beschriebene Verfahren ist,
dass Dein Programm beim Indikator variable Perioden zuläßt.
Das mußt du prüfen.
Gruß
Rossi
SwingManT
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Verfasst am: 17.01.2007, 09:09
@Rossi
Habe ich oben in diesem Sinn geschrieben: "...und für jeden Indikator der ein EMA benutzt".
Meinetwegen kann man auch für SMAs oder sonstwas benutzen. Wichtig ist nur daß die Berechnung nicht kompliziert ist. Ein Problemchen für manche Scriptsprachen wäre das Median.
In sein verheriges Buch (MESA usw.), hat Ehlers die Berechnung nur als DLL zur Verfügung gestellt, und ich war ehrlich sehr frustriert! Im neuen Buch (Cybernetics usw.) sind alle Formeln für TradeStation und ESignal drin.
Eigentlich müßte man eine ganze Weile mit den Parametern an so entwickelten Indkatoren herumspielen, weil die adaptiven Kurven ganz anders an Parameter-Veränderungen reagieren. _________________
Zuletzt bearbeitet von SwingManT am 17.01.2007, 09:10, insgesamt einmal bearbeitet
Rossi
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 830
Verfasst am: 08.03.2009, 17:58
Hi,
hat jemand die Möglichkeit, den Hurst-Koeffizienten des Dax zu bestimmen?
Nach meinen Berechnungen liegt er bei 0,446. Stimmt der Wert?
Nimmt der Hurst-Exponent den Wert H = 0.5 an, handelt es sich bei der betrachteten
Zeitreihe um einen Zufallsprozess. Gilt 0 £ H < 0.5, handelt es sich um eine
antipersistente Zeitreihe, das heisst, dass auf eine Aufwärtsbewegung eine
Abwärtsbewegung wahrscheinlich ist47. Je mehr H gegen Null geht, desto ausgeprägter
ist dieses Verhalten. Liegt der Hurst-Exponent zwischen 0.5 und 1.0 (0.5 <
H £ 1.0) handelt es sich um eine persistente Zeitreihe, das heisst es ist ein Trend
auszumachen. Mit zunehmendem H steigt das persistente Verhalten48 der Zeitreihe.