Das Gewinn/Risiko Verhältnis ist leicht zu berechnen.
Variante 1
==========
Entry zwei Kontrakte (120,0)
Stop bei -10 Punkte (119,9)
Gewinnmitnahme 1 bei +10 Punkte (120,1)
Gewinnmitnahme 2 bei +20 Punkte (120,2)
Gewinn = (120,1 - 120,0) + (120,2 - 120,0) = 10 + 20 = +30 Punkte
Risiko = 2 * (119,9 - 120,0) = 2 * 10 = -20 Punkte
GR = 3:2
Variante 2
==========
Entry Kontrakt 1 bei (120,00)
Stop bei -10 Punkte (119,90)
Kontrakt behalten bei +10 Punkte
Entry Kontrakt 2 bei +10 Punkte (120,10)
Gewinnmitnahme bei +20 Punkte (120,20)
Gewinn = (120,2 - 120,0) + (120,2 - 120,1) = 20 + 10 = +30 Punkte
Risiko = (119,9 - 120,0) = -10 Punkte
GR = 3:1
Wie man sieht, im Gewinn hat man dieselbe Summe in die Tasche.
Im Verlust hat man aber in die erste Variante weniger...
- Wer später diese Erklärung noch finden möchte, soll sie im vorläufigen Regelwerk eintragen...
Was hiermit geschehen ist! _________________
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 15:05
Zitat aus van Tharp's Buch!
Was Sie meiden sollten:
Es gibt eine Art von Ausstiegstregel, die eigntlich zur Trennung von Verlustbringern dienen soll, die aber der goldenen Tradingregel zuwiderläuft, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen. Dabei handelt es sich um die Technik, bei der man mit mehreren Kontrakten einsteigt und dann mit mehreren Exits wieder glattstellt. Sie kaufen zum Beispiel 300 Aktien und verkaufen 100 davon, wenn Sie mit allen 300 die Gewinnschwelle erreicht haben. Dann verkaufen Sie weitere 100 mit einem Gewinn von 500 Dollar und behalten die letzten 100, um damit einen riesigen Profit zu erzielen. Kurzfristtrader wenden häufig diese Strategie an. Rein gefühlsmäßig scheint sie sinnvoll, weil man offenbar Gewinne "absichert". Wenn man aber wirklich darüber nachdenkt, erkennt man, wie gefährlich diese Art von Trading ist.
In Wirklichkeit läuft sie nämlich auf umgekehrte Positionsgrößenoptimierung hinaus. Sie stellen sicher, dass Sie dann die größten Positionen haben, wenn Sie Ihre größten Verluste erleiden. In unserem Beispiel würden Sie wahrscheinlich bei allen 300 Aktien verlieren. Sie stellen auch sicher, dass Sie die größten Gewinne dann machen, wenn Sie minimale Positionen haben. - 100 Aktien in unserem Beispiel. Es ist die perfekte Methode für Leute, die eine starke Neigung aufweisen, Recht zu behalten, aber weder optimiert sie, noch garantiert sie Gewinne. Ist sie also sinnvoll?
Wenn Sie nicht verstehen, warum Sie diese Methode meiden sollten, dann sehen Sie sich die Zahlen genau an. Nehmen Sie an, Sie würden Ihre Positionen stets vollständig verkaufen, ob nun mit Gewinn oder mit Verlust. Untersuchen Sie Ihre letzten Trades, und prüfen Sie wie viel diese Methode am Ergebnis geändert hätte. Wenn ich Kunden um diese Prüfung gebeten habe, waren sie fast immer völlig perplex, wie viel Geld sie mit dem Festhalten an ihren Gesamtpositionen verdient hätten.
SwingManT
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 1700 Wohnort: Frankfurt am Main
Verfasst am: 02.11.2005, 15:22
Zitat:
Es ist die perfekte Methode für Leute, die eine starke Neigung aufweisen, Recht zu behalten...
Ich habe immer vermutet daß @Joram diese Neigung hat. Jetzt hat mir Tharp das nur bestätigt!
SwingManT
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 1700 Wohnort: Frankfurt am Main
Verfasst am: 02.11.2005, 15:40
Noch besser sieht es aus wenn man eine zusätzliche Tradingmarke (120,30) nimmt.
(Eins-zwei mal die Woche werden Ziel 1, 2 oder sogar 3 erreicht):
Variante 1
==========
Entry = 120,0
Kontrakt 1: 10 Punkte (120,1)
Kontrakt 2: 30 Punkte (120,3)
Gewinn = 40 Punkte
Risiko = 20 Punkte
GR = 2:1
Variante 2
==========
Entry = 120,0
Kontrakt 1: 30 Punkte (120,3 - 120,0)
Kontrakt 2: 20 Punkte (120,3 - 120,1)
Kontrakt 2: 10 Punkte (120,3 - 120,2)
Gewinn = 60 Punkte
Risiko = 10 Punkte
GR = 6:1
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 02.11.2005, 16:00
Nun ja, Ihr kann wirklich Recht haben. Aber ich habe die Grundlagen für mein Trading aus den Büchern von einem gewissen Joe Ross gelernt. Er hat empfohlen den ersten Teil der Position on the break even point zu verkaufen um die Tradingkosten "zu decken", dann den nächsten Teil um die minimalen Gewinn zu sichern und dann den Rest um die Gewinne mitzunehmen. Ähnliche Methode war auch von einem gewissen Dorsey in seinem Buch "Sicher anlegen mit P&F Charts".
Ich habe natürlich in meinem Leben mehr als diese zwei Bücher gelesen, das Buch von Van Tharp "Clever Traden mit System" ist ebenfalls ein Bestandteil meiner Büchersammlung. Aber ich war ein wenig skeptisch bei dieser Pyramiden Methode.
Meinerseits werde ich jetzt ein paar Tage zurück überprüfen, welche Methode mehr gebracht hätte. _________________
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 16:11
@Joram
ich bin gegen Pyramidisieren! Und zwar beim Einstieg wie beim Ausstieg.
Meiner Meinung nach, sagt das auch van Tharp in dem Zitat! Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren! Auf den ersten Blick sieht es ja auch nicht schlecht aus, die Hälfte oder ein Drittel der Position nach Erreichen eines Ziels glattzustellen.
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 02.11.2005, 16:17
@Fisch
gut, ich weíß jetzt wogegen Du bist, nur ich weiß weiterhin nicht, wofür Du bist (ich meine Positionsmanagement) _________________
SwingManT
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 1700 Wohnort: Frankfurt am Main
Verfasst am: 02.11.2005, 16:27
Zitat:
Auf den ersten Blick sieht es ja auch nicht schlecht aus, die Hälfte oder ein Drittel der Position nach Erreichen eines Ziels glattzustellen.
Auf dem zweiten Blick aber nicht mehr...
Macht hier ein paar Muster-Berechnungen, dann sehen wir schnell das der GR Faktor zugunsten des Pyramidieren im Gewinn steht.
Positionen im Gewinn abzubauen gibt im psychologischen Sinn eine scheinbare Sicherheit.
Als ich die Berechnungen wie oben gemacht habe, hat sich aber meine Moral befestigt das nicht zu machen!
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 16:32
@Joram
Ich bin als erstes für Positionsgrößenberechnung nach prozentualem Risiko des Depotwertes und Größe des StopLoss. Ist bei Futures sicherlich schwierig wegen der Kontraktgröße.
Wenn man mit CFD´s handelt oder im FX Bereich ist es einfacher. Wenn der Trade in meine Richtung läuft, die Position mit Trailingstop die komplette Position sichern und eventuell die komplette Position an einem best. Ziel aus dem Markt nehmen. Entscheidend sind also Positionsgröße und die Trailingstops!
Aber wie gesagt, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Ihr habt die größere Erfahrung!
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 02.11.2005, 16:37
Ich habe dieses Zitat von Van Tharp noch mal gelesen udn sogar in seinem Buch nachgeprüft (Seite 305 - was Sie meiden sollten)
Ich habe Van Tharp so verstanden, dass er sowohl gegen schrittweisen Positionsabbau als auch gegen Pyramidisieren. Er ist dafür dass man die gesamte Position bis Ende halten sollte. Die Position sollte auf Grund von MM Regeln geöffnet werden und dann die ganze auf einmal beendet werden (mit Gewinn oder Verlust) _________________
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 16:39
Zitat:
Joram schrieb am 02.11.2005 17:37
Ich habe dieses Zitat von Van Tharp noch mal gelesen udn sogar in seinem Buch nachgeprüft (Seite 305 - was Sie meiden sollten)
Ich habe Van Tharp so verstanden, dass er sowohl gegen schrittweisen Positionsabbau als auch gegen Pyramidisieren. Er ist dafür dass man die gesamte Position bis Ende halten sollte. Die Position sollte auf Grund von MM Regeln geöffnet werden und dann die ganze auf einmal beendet werden (mit Gewinn oder Verlust)
So habe ich es auch verstanden!!!
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 02.11.2005, 16:42
@Fisch
und jetzt erwartet unser lieber Swingman von uns, dass wir hier mit Beispielberechnungen das Gegenteil beweisen
_________________
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 16:45
@Joram
da sag ich nur Backtesting mittels Software!
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 16:55
Zitat:
Swingman schrieb am 02.11.2005 16:03
Das Gewinn/Risiko Verhältnis ist leicht zu berechnen.
Variante 2
==========
Entry Kontrakt 1 bei (120,00)
Stop bei -10 Punkte (119,90)
Kontrakt behalten bei +10 Punkte
Entry Kontrakt 2 bei +10 Punkte (120,10)
Gewinnmitnahme bei +20 Punkte (120,20)
Gewinn = (120,2 - 120,0) + (120,2 - 120,1) = 20 + 10 = +30 Punkte
Risiko = (119,9 - 120,0) = -10 Punkte
GR = 3:1
Wie man sieht, im Gewinn hat man dieselbe Summe in die Tasche.
Im Verlust hat man aber in die erste Variante weniger...
- Wer später diese Erklärung noch finden möchte, soll sie im vorläufigen Regelwerk eintragen...
Was hiermit geschehen ist!
Muss mann hier nicht für den 2. Kontrakt auch einen Stop von -10 Punkten in die Risikoberechnung mit aufnehmen?
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 02.11.2005, 16:57
@Fisch
nicht mein Ding. Ich weiß sogar nicht was "Software" ist, udn das Wort "Backtesting" steht nicht mal in meinem Printwörterbuch.
Aber unser hochgeschätzter Delphiprogrammierer kann das bestimmt machen. _________________
SwingManT
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 1700 Wohnort: Frankfurt am Main
Verfasst am: 02.11.2005, 16:59
@Joram
Du hast doch geschrieben: "Meinerseits werde ich jetzt ein paar Tage zurück überprüfen, welche Methode mehr gebracht hätte."
Auch für heute, kannst das G/V Verhältnis bis zum Ziel 3 berechnen:
1. Entry mit 2 Kontrakte
=================
2. Entry mit 1+1 Kontrakte
3. Entry mit 1+1+1 Kontrakte
usw.
Dann berechne die Gewinne und das G/V Verhältnis, und wirdst sehen daß heute Abend mehr Geld in die Tasche bleibt, und das Risiko auf nur ein Kontrakt und nicht zwei liegt!
Ich interpretiere den Satz von Tharp:
Zitat:
Sie stellen sicher, dass Sie dann die größten Positionen haben, wenn Sie Ihre größten Verluste erleiden. In unserem Beispiel würden Sie wahrscheinlich bei allen 300 Aktien verlieren. Sie stellen auch sicher, dass Sie die größten Gewinne dann machen, wenn Sie minimale Positionen haben. - 100 Aktien in unserem Beispiel.
genau wie in meinen Berechnungen.
@Fisch
Du hast Recht, die Stops habe ich ignoriert um schnell die Verhältnise darzustellen, wenn man mit den zwei Varianten der Ausstieg auf derselben Ebene stattfindet.
Mit Stops muß man etwas ausführlicher den Vergleich machen, aber im Endeffekt bleibt das mathematische Verhältnis zugunsten der Variante 2 bestehen.
Ich habe irgendwann früher das gemacht, und war selber überrascht.
Zuletzt bearbeitet von SwingManT am 02.11.2005, 17:00, insgesamt einmal bearbeitet
SwingManT
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 1700 Wohnort: Frankfurt am Main
Verfasst am: 02.11.2005, 17:02
@Optrade
Du hast die Diskution angezettelt, welche ist Deine Meinung?
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 02.11.2005, 17:18
@Swingman
Zitat:
@Joram
Du hast doch geschrieben: "Meinerseits werde ich jetzt ein paar Tage zurück überprüfen, welche Methode mehr gebracht hätte."
Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe - ein paar Tage zu überprüfen und ein Backtest machen.
Ein Backtest beinhaltetet viel mehr als ein paar Tage, die Pi mal Daumen überprüft werden können.
außerdem eine Frage zu dem MT Programm
Ich habe in EOD Daten Tabelle ReffOpen (letzte Spalte) eingefügt, es wird mir aber das nicht im Chartprogramm angezeigt, wenn ich mit dem Fadenkreuz über die Bars fahre. ich bekomme in den Trading Werten immer Day Open zu sehen und die Werte die auf Day open berechnet wurden. außerdem läßt sich der Kreuz auf einem bestimmten Datum nicht fixieren, sondern bewegt sich mit der Maus weiter.
Ich muss die Möglichkeit haben z.B. den Kreuz auf dem Datum 28.10.2005 zu fixieren und die Tradingwerte sollen auf dem gespeicherten Reffopen berechnet werden. Ist das möglich?
_________________
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 18:58
Zitat:
Swing schrieb am 02.11.2005 16:03
Das Gewinn/Risiko Verhältnis ist leicht zu berechnen.
Variante 1
==========
Entry zwei Kontrakte (120,0)
Stop bei -10 Punkte (119,9)
Gewinnmitnahme 1 bei +10 Punkte (120,1)
Gewinnmitnahme 2 bei +20 Punkte (120,2)
Gewinn = (120,1 - 120,0) + (120,2 - 120,0) = 10 + 20 = +30 Punkte
Risiko = 2 * (119,9 - 120,0) = 2 * 10 = -20 Punkte
GR = 3:2
Variante 2
==========
Entry Kontrakt 1 bei (120,00)
Stop bei -10 Punkte (119,90)
Kontrakt behalten bei +10 Punkte
Entry Kontrakt 2 bei +10 Punkte (120,10)
Gewinnmitnahme bei +20 Punkte (120,20)
Gewinn = (120,2 - 120,0) + (120,2 - 120,1) = 20 + 10 = +30 Punkte
Risiko = (119,9 - 120,0) = -10 Punkte
GR = 3:1
Wie man sieht, im Gewinn hat man dieselbe Summe in die Tasche.
Im Verlust hat man aber in die erste Variante weniger...
Ich reite noch ein bischen auf diesem Thema rum!
Ausgehend vom gleichen Anfangsrisiko -10 Pkt. bestimme ich die Positionsgröße!
Angenommen der Stop liegt -5 Pkt unter Entry. Daraus folgt dann 2 Kontrakte ergeben ein Anfangsrisiko von -10 Pkt. Damit ergibt sich
Variante 3
==========
Entry 2 Kontrakte bei (120,00)
Stop bei -5 Punkte (119,95)
Gewinnmitnahme bei +20 Punkte (120,20)
Gewinn = (120,2 - 120,0) + (120,2 - 120,0) = 20 + 20 = +40 Punkte
Risiko = 2*(119,95 - 120,0) = -10 Punkte
GR = 4:1
Entscheidend ist meiner Meinung nach die Berechnung der Posigröße! Ein Vergrößern der Position macht nur dann Sinn, wenn die Position im Gewinn ist und dieser Gewinn mit einem Trailingstop gesichert ist. Der "gesicherte" Gewinn der 1. Position kann dann für eine Erhöhung der Positionsgröße genutzt werden. ("Das Konto bestimmt das Handeln." frei nach Wormstall siehe ChatLog unter Links) Das Risko dieser Positionsgröße darf den gesicherten Gewinn nicht übersteigen. Das heist dann nochmal Posigröße berechnen. Beim kurzfristigen Traden ohne SystemSoftware (jetzt kommt SwingMan) nicht realistisch!
Bin auf Eure Meinungen gespannt.
SwingMan
Anmeldedatum: 16.08.2005 Beiträge: 885
Verfasst am: 02.11.2005, 18:59
@Joram
- Um das G/V Verhältnis zu berechnen braucht man kein Backtest zu machen.
Mit den Kursdaten von heute kann man sehr gut berechnen.
- Die Spalte ReffOpen wurde für Dich eingebaut, ausfüllen werde ich sie in den nächsten Tagen, bitte erinnere mich wenn das nicht geschieht.
Zuletzt bearbeitet von SwingMan am 02.11.2005, 21:23, insgesamt einmal bearbeitet
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 02.11.2005, 21:05
@Fisch
Du schreibst:
Zitat:
Entscheidend ist meiner Meinung nach die Berechnung der Posigröße!
ich kenne mich mit Devisenhandel nicht aus. Dort kann man vielleicht die Positionsgroße leichter variieren.
Aber wenn man z.B. FDAX handeln und dabei kein Millionär ist, ist auch der Spielraum sehr begrenzt.
Es wird empfohlen wenigstens 25.000 Euro für einen Kontrakt (2,5 Overnight Margin) auf dem Konto haben. Mit 100.000 Konto werden höchstens vier Kontrakten gehandelt. Damit ist die Sache recht einfach zu berechnen.
Für die kleineren Konten bleibt Bund Future als Lösung. Overnight margin von 1750 erlaubt
das Handel mit 4 Kontrakten mit einem Konto von ca. 18.000 Euro.
Und wenn wir jetzt annehmen, dass der Trader ein Konto mit ca. 20.000 euro besitzt, dann handelt er vier Bundkontrakte und basta.
Nach dem Swingman´s System wäre es entry mit einem Kontrakt, bei Mittelwert Kauf des Zweites Kontrakts, usw bis vier Kontrakten. Trailingstop löst alles aus. Es kann funktionieren.
_________________
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 21:24
@Joram
ich gebe Dir Recht . Im FX ist das Problem wesentlich geringer als beim Futures handeln. Die kleinste Einheit ist bei Euch der Kontrakt. Im FX LOT (100.000) und bei kleinem Konto MiniLot (10.000) oder auch beides. Deshalb muss der Ansatz mit der Größe der Position nicht unbedingt falsch sein. Die weiteren Tests werden es zeigen. Wir sollten an dem Thema dran bleiben. Ich habe momentan nur eine Meinung von der ich überzeugt bin. Ich werde versuchen Sie näher zu erläutern. Deshalb muss Sie trotzdem nicht richtig sein.
Aber die Diskussion wird uns weiter bringen, denke ich!
SwingMan
Anmeldedatum: 16.08.2005 Beiträge: 885
Verfasst am: 02.11.2005, 21:41
@Fisch
Deine Berechnung mit -5 Punkte Stop stimmt rechnerisch.
In der Praxis kann man aber in den meisten Fällen feststellen daß gerade bei den Tradingmarken ein Retracement stattfindet, und er entspricht in etwa dem 1 Grid Abstand (darum mein Beispiel mit 10 Punkte).
Wenn man den Abstand auf 1/2 Grid reduziert, werden unnötige Verluste entstehen!
Der Vorteil der MT Berechnungen liegt gerade in der statistischen Auswertung der Intervale. Die Std.Abweichungen für die OUp und ODn Intervale entsprechen in etwa einem Grid, und ich würde kein Stopabstand unter diesen Wert nehmen.
In vielen Tradingempfehlungen liest man über 1%, 2% usw. Stops, oder Anteile des True Ranges (1/5 z.B.), oder fixe Punktzahlen.
In MT werden wie wir täglich sehen, mit demselben mathematischen Verfahren Tradingwerte für unterschiedliche Titel berechnet, und sie stimmen allgemein gesehen.
(Backtests werden folgen, wir müssen nur noch etwas abwarten)
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 21:50
@SwingMan
die Stops wollte ich auch nicht in Frage stellen!
Wenn der StopLoss ein Grid ist, dann muss die Positionsgröße entsprechend sein!
Der Stop in meinem Beispiel sollte nur die G/V Rechnung bei Entry mit voller Größe abbilden.
Eröffnet man eine 2. Position (Kontrakt oder Lot) ändert sich das Gewinn/Risiko Verhältnis!
Zuletzt bearbeitet von Fisch am 02.11.2005, 21:51, insgesamt einmal bearbeitet
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 02.11.2005, 21:57
@Fisch
Zitat:
Eröffnet man eine 2. Position (Kontrakt oder Lot) ändert sich das Gewinn/Risiko Verhältnis!
Glaube ich kaum, erstens - man benutzt Trailingstop, zweitens, die Gewinne des ersten Kontrakts sichern den zweiten Kontrakt. Man fällt in allg. nicht unter der Entry des ersten Kontrakts, also Verlust bleibt gleich. So pi mal Daumen.
_________________
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 22:02
Hängt von dem Stop für die 2. Position ab.
Nach 10 Pkt eröffne ich die 2. Position der Stop liegt wieder 10 Pkt unter Entry.
fällt der Kurs um 10 Pkt ist die erste Position ausgestoppt und die 2. Posi bringt -10 Pkt.
Das frißt den Gewinn der ersten Posi.
Zuletzt bearbeitet von Fisch am 02.11.2005, 22:15, insgesamt einmal bearbeitet
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 02.11.2005, 22:11
Feierabend für heute!
Zuletzt bearbeitet von Fisch am 02.11.2005, 22:17, insgesamt einmal bearbeitet
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 03.11.2005, 07:05
@Fisch
Zitat:
Nach 10 Pkt eröffne ich die 2. Position der Stop liegt wieder 10 Pkt unter Entry.
fällt der Kurs um 10 Pkt ist die erste Position ausgestoppt und die 2. Posi bringt -10 Pkt.
Das frißt den Gewinn der ersten Posi.
Nun wenn Du nach Deinem/VanTharp System tradest (das heißt mit der genau ausgerechneten Positionsgröße - kein Stuffenabbau, keine Pyramidisierung), dann stehst Du im Verlustfall ebenfalls ohne Gewinn, oder?
Natürlich wäre es gut das mit einem Test zu überprüfen anstatt zu lange zu philosophieren darüber. Ich weiß nicht wie oft in der Woche werden die Vorteile der Pyramidisierung zur Geltung kommen. Wie gesagt, wollte ich das pi mal Daumen überprüfen, wenn ich nur Zeit dafür finde. _________________
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 03.11.2005, 08:21
@Joram
ich werde auch versuchen, es beim Tagesgeschäft zu überprüfen!
Wann erhöht man aber eine Position? Nach Erreichen des 1. Ziels oder nach einer festen Anzahl Ticks?
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 03.11.2005, 08:52
@Fisch, ich gehe davon aus, dass man seine Position beim durchbruch eines markantes Punktes erhöht. Damit meine ich z.B. die von MT Programm berechnete Werte für ACD Trading.
Man kann auch die Position jeweils nach einem Grid Fortschritt aufstocken. Ich bin hier pragmatisch. Ich glaube kaum, dass es irgendwelche Regel dafür gibt. Das alles kann man nur statistisch ausrechnen und zwar mit einem geeigneten Programm. Oder mühsam per Hand berechnen. Ich kann das nur per Hand in mühsamer Kleinarbeit machen, weil ich kein geeignetes Programm und dazugehörige Know How besitze. Wenn es keiner mit einem Programm machen wird, dann werde ich das wohl machen müssen. Für Bund. Ich schätze, dass in ein Jahr werde ich die Ergebnisse vorstellen können.
Also wenn Du Lust hast 12 Monate zu warten, dann beantworte ich im nächsten November deine Frage:
Zitat:
Wann erhöht man aber eine Position? Nach Erreichen des 1. Ziels oder nach einer festen Anzahl Ticks?
_________________
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 03.11.2005, 09:17
@Joram
na denn bis zum November 2006!
SwingManT
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 1700 Wohnort: Frankfurt am Main
Verfasst am: 03.11.2005, 09:18
@Fisch
- Es steht uns keine feste Anzahl von Ticks zur Verfügung, ausser Gridwerte oder OUp/ODn Std.Abw.
Ich würde die berechneten Tradingmarken nehmen: nach LE, je 1 Kontrakt für LGW, LM, LZ1 usw.
@Joram
- Wir haben gesagt daß man nicht lange theoretisieren oder backtesten soll, und eine oder zwei Wochen zurück würden ausreichen um einen Eindruck zu bekommen ob sich die ganze Diskution überhaupt lohnt.
Bis Wochenende kannst das doch für uns machen.
Joram
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 2238
Verfasst am: 03.11.2005, 09:28
@Swinngman,
ob ich da kann bis WE kann ich nicht sagen. Ich suche seit zwei Stunden nach meinem Taschenrechner!!!!
Übrigens, ich sollte dich daran erinnern, in dem MT Programm eine Neuerung einzubauen. Die Reffopen sollen sich automatisch anzeigen lassen, wenn man mit dem Fadenkreuz auf einen vergangenen Bar ankommt. Außerdem soll der Fadenkreuz fixiert werden können(mit zwei Mausclicks z.B) damit sich das alles nicht verschiebt, wenn man gegen die Maus stießt. Ist das möglich. Das würde mir die Arbeit sehr erleichtern. ReffO zu berechnen kann nicht so problematisch sein, Du hast die Intraday Kurse für GBL schon im Programm, als nur die Zeit von 5 bis 15 Minute des Tages nehmen und ReffO automatisch berechnen. _________________
Anonymous Gast
Verfasst am: 04.11.2005, 12:58
Habe ich zwar schon gepostet, jedoch koennt ihr es vielleicht noch verwerten..
Es gibt viele moeglichkeiten wie z.B. Ryan, Fixed Ratio usw.
Ich favorisiere hingegen ein sehr einfaches und stupides Modell nach KISS
Ein grosser Fehler wäre, das System, dass zuvor erfolgreich war, bei Seite zulegen.
Das beste System kann nicht in allen Phasen bestehen. Es geht dann darum, diesen so gut wie möglich zu überstehen.
Man zeichnet in eine Equity Kurve jeden Trade ein. Wenn die GD 10 unterschritten wird, werden die Positionen halbiert. Wenn die GD 20 unterschritten wird, wird der Handel eingestellt. Wichtig ist aber, dass man auch wenn nicht real gehandelt wird alle Trades einzeichnet. Sobald die GD 10 oder 20 wieder ueberschritten wird, wird der Handel wieder aufgenommen. Bei der ersten ueberschreitung die halbe positions Groesse bei der zweiten GD ueberschreitung wieder die volle Positions Groesse.
Der Vorteil ist, dass die GD"s in richtung Drawdown mitlaufen und der Handel frueher als bei vielen anderen Systemen wieder aufgenommen werden kann.