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Joram




Anmeldedatum: 17.08.2005
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OGBL
Verfasst am: 05.02.2007, 10:03

Bund hat bei rd. 114,60 wohl ein Zwischentief gesetzt. Wahrscheinlichstes Szenario ist eine technische Erholung bis rd. 116,00/116,30. In diesem Bereich wird es eine Möglichkeit geben eine Short Position aufzubauen. Wichtig ist aber bei einem früheren Abdrehen nach unten die short Position sofort wieder aufzubauen, denn auf lange Sicht sollten im Euro Bund noch sehr viel tiefere Kurse erreichbar sein, so daß diese Short Position eine Grundposition sein sollte.

Die ganze Kunst ist die Entsprechenden Instrumente auszuwählen und Timing zu halten.

Und hier stehe ich vor einem z.Z. mir unbekanntem Problem die mit Hilfe der Community zu lösen wäre. Die Frage ist: Welche Optionen (Basis Pries/Strike) und mit welcher Laufzeit sind für den Aufbau von einer Short Position geeignet. Soll man Put optionen kaufen oder lieber Calls verkaufen?
This ist the question.
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Zuletzt bearbeitet von Joram am 05.02.2007, 10:11, insgesamt einmal bearbeitet
 
wuelle


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Verfasst am: 05.02.2007, 12:43

@Joram

Hallo Urlauber! :-)

Im Augenblick bleibe ich bei Optionen an der Seitenlinie. 50 Tick aus dem Geld März Optionen bringen 18 Cent. Diese verlieren in dieser Woche jeden Tag einen Cent an Wert.

Startet der Markt kurz durch sind die 116er Calls sofort am Geld und haben sich verdoppelt.

Kommt der Markt nochmal zurück, bin ich mit den 115er Puts sofort am Geld und die Option hat sich ebenso verdoppelt.

Ich warte auf einen Rücksetzer, in den ich, unter bestimmen Voraussetzungen, 114.50er verkaufen werde.
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Joram




Anmeldedatum: 17.08.2005
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Verfasst am: 05.02.2007, 15:09

@wuelle

alles klar, bis auf mich.
Ich habe nicht ganz verstanden was Du meinst in der Beschreibung. Kannst Du das noch mal detallierter erklären. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht nur ich, sonder auch Swingman, Williams von Bödefeld u.a. siuch sehr dafür interessieren würden.
Oder bin ich nur nach meinem Urlaub so verblödet, dass ich nicht verstanden habe.
Welche Positionen hast Du jetzt? Und wie wird das gemanagt?



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wuelle


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Verfasst am: 05.02.2007, 17:57

@Joram

Ich habe gar keine Positionen momentan, da ich keine klare Indikation für die Richtung des Bund habe. 50 Ticks rauf oder runter, beides halte ich für möglich. Dann würde sich meine geschriebene Option, wenn ich auf der falschen Seite erwischt werde, verdoppeln. (siehe Schaubild)

Falls der Bund auf 115 zurückkommt, werde ich evtl. Puts schreiben.

 
Joram




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Verfasst am: 05.02.2007, 18:00

gut. Das spiele ich mir durch.
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Joram




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Verfasst am: 08.02.2007, 14:26

Ich habe als erstes Optionstrading Versuch bei 115,50 den Call 116 zu 0,15 verkauft. Ich spekuliere auf fallende Bund Kurse. Beim Halbieren der Option auf 7 Cent bei 115,17 wird die Position geschlossen ( bei Stopp/Loss 115,74 d.h bei Option wert 0,23.
Rückkauflimit 0,06 Euro wurde in den Markt gelegt (GTC)
Mal schauen was das bringt. Falls der Kurs auf 115,17 fällt, habe ich 80 Euro gewonnen, bei ausstoppen hätte ich 80 Euro verloren. Alles der Forschung zu Liebe..


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Zuletzt bearbeitet von Joram am 08.02.2007, 18:13, insgesamt einmal bearbeitet
 
Joram




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Verfasst am: 09.02.2007, 09:47

OGBL Call 116 zurückgekauft für 6 Cent bei GBL Kurs 115,18.
Gewinn 0,15-0,06= 0,09 Cent. Die Wert der Option hat sich innerhalb eines Tages mehr als halbiert.
Ist das nicht Klasse?


Das schlimmste ist, dass nach dieser Spekulation weiß ich nicht was ich mit OGBL weiter machen kann. Zum Verfall sind nur 12 Tage geblieben. Die Zeitwert schwindet in eile.
Gibt es Ideen?


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wuelle


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Beiträge: 336


Verfasst am: 09.02.2007, 12:23

Zitat:

Die Wert der Option hat sich innerhalb eines Tages mehr als halbiert.
Ist das nicht Klasse?




Schön, daß Dein erstes Geschäft so reibungslos geklappt hat. So bekommst Du ein gutes Gefühl für die Sache.

Im Moment habe ich keine Idee, um eine neue Positionen zu eröffnen. Abwarten und Tee trinken. Ich mache nur ein bis zwei Optionsgeschäfte pro Monat.



 
von Bödefeld




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Verfasst am: 09.02.2007, 12:34

Glückwunsch Joram. Für den nächsten Trade sage Dir einfach, der geduldige Jäger wird belohnt.
aber wenn Du eh darauf gesetzt hast, dass der Kurs runter geht, warum hast Du nicht gleich den Bund geshortet?
Ich dachte Optionsgeschäfte sind eher dazu da, mehrere Szenarien zu vermixen und dadurch die Chancen für einen Gewinn höher zu schrauben als mit einem einfachen Rein und Raus Spiel beim UL.
Auf jeden Fall trotzdem schön, dass es geklappt hat.
War der Sinn darin der, dass Du soviel weniger Kapital gebunden hast als mit einem gleichartigen Trade im Bund direkt?


Zuletzt bearbeitet von von Bödefeld am 09.02.2007, 12:35, insgesamt einmal bearbeitet
 
Joram




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Verfasst am: 09.02.2007, 12:41

Zitat:

Ich mache nur ein bis zwei Optionsgeschäfte pro Monat.




das ist sehr vernünftig, man kann viel mehr Urlaub machen. Und weil Margin niedriger als bei Future ist, man kann schön am Positiongröße drehen. Der Gewinn betrug übrigens 18% des Margins.
Übrigens, der Call ist gerade auf 5 Cent abgesackt. das ist ein drittel des gestrigen Preises bei 30 Ticks Bewegung.
Ist der Wuelle kein OGBL Genie?

Was Dein super extra geiles Tool betrifft, wäre es bitte möglich einen Schalter für die Erweiterung der Strike einfügen? Dann hätte man das Tool für mehr als nur von 114 bis 116.
Und dazu eine Frage. Wie sieht es mit der Vola. In dem Tool ist 3,90% Voreingestellt. Ändert sich die Vola nicht? Und wenn ja, wie man sie berechnet? und wenn ja, wie man die Einstellung ändert?



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Hittfeld


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Verfasst am: 09.02.2007, 14:05

Zitat:

Joram schrieb am 09.02.2007 10:47


Das schlimmste ist, dass nach dieser Spekulation weiß ich nicht was ich mit OGBL weiter machen kann. Zum Verfall sind nur 12 Tage geblieben. Die Zeitwert schwindet in eile.
Gibt es Ideen?




Wie wärs mit: Die Zeitwert schwindet in eile, glücklicherweise in meine Tasche!

Hittfeld

 
Joram




Anmeldedatum: 17.08.2005
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Verfasst am: 09.02.2007, 15:28

Dieser Ding ist auf 4 cent gefallen. Schwindsucht nennt am so was. Ich bin aber aus dem Spiel. Das nächste mal behalte ich den kleinen Wunderding länger in Augen.

Nächste OGBL Spielrunde erst in März . Bis dahin können wir uns über die theoretischen Themen unterhalten. Sonst nur Intraday Trading mit Fut geblieben.
Immerhin kann man noch auf http://de.partypoker.com ein paar Runden spielen um aus der Übung nicht kommen.



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Zuletzt bearbeitet von Joram am 09.02.2007, 15:31, insgesamt einmal bearbeitet
 
Joram




Anmeldedatum: 17.08.2005
Beiträge: 2238


Verfasst am: 09.02.2007, 16:01

Zitat:

von Bödefeld schrieb am 09.02.2007 13:34
aber wenn Du eh darauf gesetzt hast, dass der Kurs runter geht, warum hast Du nicht gleich den Bund geshortet?
Ich dachte Optionsgeschäfte sind eher dazu da, mehrere Szenarien zu vermixen und dadurch die Chancen für einen Gewinn höher zu schrauben als mit einem einfachen Rein und Raus Spiel beim UL.
Auf jeden Fall trotzdem schön, dass es geklappt hat.
War der Sinn darin der, dass Du soviel weniger Kapital gebunden hast als mit einem gleichartigen Trade im Bund direkt?




Den Bund habe ich mit Future geshortet - gestern und heute. Business as usuall.
Dieses Optiongeschäft war nur ein quasi Training um zu sehen wie das überhaupt in Praxis funktioniert. Stillhaltertechniken sind auf ein begrenztes Gewinn hin unter Ausnutzung des Verfalls von Zeitwert. Für den nächsten Mal überlege ich mir andere Kombinationen. Auf jeden Fall bleibe ich eine weile bei OGBLs. Den Bund habe ich so wie so auf dem Bildschirm. Und ich bin für die Spezialisierung. Ich habe fast immer keine Ahnung wo DAX/FDAX steht, aber ich weiß immer wo der Bund steht und meistens (zumindest kurzfristig) wohin die Reise geht. Somit ist die Spezialisierunggebiet klar abgesteckt. Es gibt kein Leben außer Bundes.

Schabbat Schalom!

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wuelle


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Beiträge: 336


Verfasst am: 09.02.2007, 16:07

@Joram

Die Vola ist nicht vorgegeben! Du gibst für jeden Basispreis jeweils individuell die Vola von Hand ein, bis der Optionspreis in Wülles OptionMaster mit den Quotes der Marketmaker übereinstimmt. Das heißt, DU gibst die impl. Vola vor und der OptionMaster rechnet für Dich die Preise. Das machen die Jungs und Mädels an den Quotemachines genauso.

Bei Bund Optionen ist die Vola in der Regel für alle Basispreise auf der Call- und Putseite ähnlich.

Nachdem Du per "Spieleingabe" die impl. Volatilität ermittelt hast, kannst Du mit den Berechnungen starten.

Du solltest auch ausrechen, wie sich eine Änderung der Vola auf Deine Position auswirkt. Einfach den Wert für die Vola ändern und schauen, wie sich die Preise für die Optionen verändern.

Beispiel: Der 113.50 April-Put (Verfall 23.3.07) quotiert bei 19 Cent. Das sind 3.6 % implizit. Wäre die bezahlte Vola heute bei 4.1 %, könntest Du 25 Cent erlösen.

Das alles kann man binnen Sekunden variieren, man muß nur die Zahlen eintippen.

Wenn Du neue Strikes einführen willst, einfach in die Zelle in der die 114,5 steht, einen anderen Wert eintragen. Die nachfolgenden Strikes werden dann angepasst. Bei mir sind die Tableaus immer so eingestellt, daß die Option am Geld in der Mitte steht.




Zuletzt bearbeitet von wuelle am 09.02.2007, 20:46, insgesamt einmal bearbeitet
 
Joram




Anmeldedatum: 17.08.2005
Beiträge: 2238


Verfasst am: 12.02.2007, 08:04

@von Bödefeld,

ich habe am WE nachgedacht darüber was Du geschrieben hast:

Zitat:

Ich dachte Optionsgeschäfte sind eher dazu da, mehrere Szenarien zu vermixen und dadurch die Chancen für einen Gewinn höher zu schrauben als mit einem einfachen Rein und Raus Spiel beim UL.





das dachte ich auch. An dem Tag an dem ich meine Optionposition geschlossen habe, habe ich das zweifache mit einem Verkauf von einem Future Kontrakt erreicht. Was für einen Sinn hatte denn das Verkaufen von einer Call Option? Bis auf Erfahrungsammeln?

Natürlich war die Chance auf Gewinn viel größer als bei dem Kauf eines Puts oder Verkauf eines Future Kontrakts, weil sich ein Gewinn auch in solchem Fall einstellen würde, wenn der Kurs sind nicht ändern würde - durch den Zeitwertverlust. Der Stillhalter gewinnt in zwei Fällen - wenn der Kurs in die erwartete Richtung geht und wenn der Kurs sich nicht ändert. Verlust ist nur im diesen Fall, wenn der Kurs in die unerwünschte Richtung geht.
Somit war die Gewinnchance immerhin zwei mal größer als bei einem direkten shorten des Bundes mit einem Future oder mit einem Put.

Zitat:

War der Sinn darin der, dass Du soviel weniger Kapital gebunden hast als mit einem gleichartigen Trade im Bund direkt?




So viel weniger Kapital (auf Gewinn berechnet) war auch nicht eingebunden. Ich habe zwar das Prämie für den Call kassiert, aber musste ich einen Margin hinterlegen. Und das war an dem Kauftag über 500 Euro. Ein Intraday Bundfutre Kontrakt verlangt 870 Euro Margin.
So ein gewaltiger Unterschied ist das daher nicht. Und ein Gewinn ist nur auf Prämie begrenzt im Gegensatz zu direkten Kauf und Verkauf von Future oder Option.

Zum Beispiel um 1000 Euro Gewinn zu nehmen musste man 10 Bund Call Optionen 116 zu 0,15 verkaufen und dann zu 0,05 zurückkaufen. Ein Margin dafür wäre über 5000 nötig. Mit 5000 Euro hat man aber Intraday Margin 5 BundKontrakte und dann reichen 20 Ticks in die richtige Richtung um 1000 Euro zu gewinnen.
Natürlich man muss viel mehr Geld auf dem Konto haben um diese Transaktion zu wagen. Nach meinem Risikoempfinden ist 25k Konto dafür ein Minimum. Ich rechne mit 5000 Euro für ein Bundkontrakt Trade.


In dem nächsten Experiment würde ich gern die Optionen für andere Zwecke nutzen.
Erstens: Zum Imitation von Long oder Short Future Positionen für PositionTrading und für Absicherung von Short oder Long Future Positionen für Positionstrading.

Zur Erinnerung ein Synthetischer Long Bund Futures Kontrakt für z.B. März
wäre in diesem Fall (Bund steht bei 115,03)

Long 1 OGBL 115 Call März
Short 1 OGBL 115 Put März

Und analog dazu ein Synthetischer Short Bund Futres Kontrakt für März wäre:

Long 1 OGBL 115 Put März
Short 1 OGBL 115 Call März

Das Gewinn ist in diesem Fall unlimitiert (Verlust aber auch)

Vorteil davon ist, dass man weniger Margin braucht als bei Future und man dadurch größerer Hebel erreicht.

Die synthetische Long und Short Position kann man aber hedgen. Somit wir auch Verlust begrenzt.

Optimal wäre wenn die Synthetische Position wenigsten 60 Tage Laufzeit hätte und jenseits einer wichtigen Wiederstand/Unterstützung Linie liegen.

Deswegen ist das nächste Verfall Termin suboptimal (weniger als 60 Tage). Über eine mögliche und optimale Position wird jetzt aber intensiv nachgedacht


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von Bödefeld




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Verfasst am: 12.02.2007, 12:01

wenn man für eine Futures Imitation auch nicht viel weniger Margin benötigt, dann sehe ich darin keinen Sinn.
Was ich im Moment eine gute idee finde, ist das Abkassieren der Prämie und damit der Gewinn auch im Seitwärtsfall. Dafür ist allerdings wegen der Margin die Rendite nicht übermäßig, wenn ich das korrekt verstanden habe.

 
Joram




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Verfasst am: 12.02.2007, 14:38

Zitat:

wenn man für eine Futures Imitation auch nicht viel weniger Margin benötigt, dann sehe ich darin keinen Sinn.





doch ich sehe darin einen Sinn. Und zwar - ich kann eine Synthetische Future Position EOD halten und diese tangiert meine Intraday Geschäfte nicht. Beispiel . Ich bin im Bund EOD Long mit einem Kontrakt. Ich möchte aber intraday Bund shorten. Ebenfalls mit einem Kontrakt. Aber die LongPosition muss bestehen bleiben. Wie mache ich das?

Lass uns ein Beispiel durchrechnen. Eine Imitation einer Short Future Position am 8. Februar (an dem tag als ich out the money Call 116 verkaufte)

Um short Future zu imitieren muss ich atm Put Kaufen und atm Call verkaufen.

Der Preis für ATM Put am 8.Feb bei 115,50 = 0,32
Der Preis für ATM Call am 8. Feb. bei 115.50 = 0,40

Initial Margin am 08. Feb ca. 500 Euro.

Kosten für Put 320 Euro
Prämie für Call 400 Euro.
(= +80 Euro)


Glattstellen der Position am 12. Feb. bei Bund 114,80

Put ist 0,77 wert, dann Gewinn ist 450 Euro
Call ist 0,07 wert, dann Gewinn von 400-70 = 330 Euro

Gewinn = 450 für Put und 330 für Call = 780 Euro. Dazu noch 80 Euro Prämie = 860 Euro.


Beim Verkaufen eines Futures wäre es 700 Euro Gewinn.


Im Umrechnung auf benötigtes Margin ist die synthetische Future Position profitabler als ein direkt Verkauf von 1 Future Kontrakt.

Mag sein, dass ich irgendwelche Fehler in meiner Spekulation-Idee eingebaut habe. Aber weil ich ein Neuling auf diesem Gebiet bin, kann ich das nicht wissen.

Man kann auch diese Spekulations Idee auch so betrachten: Diese Kombination würde in gewisser weise "Auf Kredit" gekauft ( ich hätte Puts mit der Call Prämie bezahlt). Darüberhinaus habe ich noch 60 Euro gutgeschrieben bekommen. Diese Summe kann ich für mein Stopp borgen.

So gesehen, eröffne ich die Position, die sich wie ein Future verhält, aber ich werde dafür noch bezahlt.

Für die Fans von dem Altmeister Joe Ross empfehle ich aus dem Buch Trading mit Optionen und Futures ab Seite 259 zu lesen (25. Kapitel, Synthetische Futures, Ausgabe 1998)







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Zuletzt bearbeitet von Joram am 12.02.2007, 17:18, insgesamt einmal bearbeitet

 
von Bödefeld




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Verfasst am: 12.02.2007, 17:16

ja, um eine langfristige Futuresposition weiter zu halten kann das evtl. sinnvoll sein, wobei man sich natürlich fragen kann, weshalb man die Position nicht dreht oder schliesst, wenn man ihr schon nicht mehr in der ursprünglichen Richtung traut. Denn ich kann sie sowieso nicht solange halten, dass Spekulationsfrist greift und daher kann ich sie auch schließen und die Gegenrichtung eingehen, wenn ich denke, dass das die richtige Richtung ist.
wenn man also eine EOD Position hat, die man durch kurzfrisitge Gegentrades unterbricht, dann sieht es vielleicht in der Buchhaltung hübscher aus, dass sie bestehen bleiben konnte, aber der Effelt auf dem Konto ist auch nciht anders, da Addition und Subtraktion nunmal kommutativ und am Ende Deiner intraday Operationen steht ja wieder die ursprüngliche Position. Auch im Kontostand ergibt sich daraus keine Veränderung.
Angenommen Du bist einen Kontrakt Long und wilst intraday short gehen.
Dann hast Du z.B. bei 115.10 eine Longposition (+1) und Du würdest jetzt z.B. kurz short gehen wollen (-1), dann beendest Du Deine Longposition (+1-1=0).
Bei 115.00 gehst Du wieder Long. Dann ist das das gleiche, als wärst Du auf einem Konto long geblieben und hättest auf dem anderen Konto einen kurzen Shorttrade gemacht, bei dem Du 10 Ticks Gewinn gemacht hättest, denn zur gleichen Zeit hättest Du in der Longposition auf dem anderne Konto 10 Ticks Minus gemacht. Also gleicher Effekt wie 10 Ticks vorher die Longposi beenden und dann 10 Ticks tiefer wieder einsteigen, wo Du jetzt einfach noch 100 Euro mehr auf dem Konto hast, weil Du 10 Ticks vorher ausgestiegen bist und die 10 Miesen eben nicht gemacht hast.

Im anderen Fall hast Du vielleicht irgendwas mit Optionen gehedged, aber außer mehr Gebühren und höhere Marginbelastung hast Du nix erreicht. Am Ende steht, wenn Du den Future 1:1 imitieren konntest, der gleiche P&L im Kontostand wie beim Auflosen der Position und dem späteren Wiedereinstieg.
Denke ich mal in meiner Naivität



Zuletzt bearbeitet von von Bödefeld am 12.02.2007, 17:17, insgesamt einmal bearbeitet
 
Joram




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Verfasst am: 12.02.2007, 17:35

@Von Bödefeld

Theoretisch hast Du recht.

Aber wie gesagt - Intraday Trading nutzt die tertiäre (oder noch kleinere) Trends und Geäusche um kleine Gewinne zu nehmen. 5 mal pro Tag um zusammen 25 Ticks mit zwei Kontrakten zusammen zu Klaubern.
Eine EOD synthetische Short Position läuft dagegen ab Mitte Dezember bis jetzt ab 118,22). und sie hat schon über 3000 gebracht.
Ich vermute, dass es einfacher ist die Positionstrading von Intraday Trading in einem Markt zu trennen.

Ich bin gerade dabei die entsprechenden Literatur zu erforschen. Außer dem oben erwähnten Kapitel in Future und Optionen von Ross, gibt es noch ein bisserl Infos hier:

http://www.trader24.info/optionen/strategien.html#synthetisch"Synthetischer Future
und zwei Hefte von Traders:
September 2006 /seite 64

Über Hedge einer Future Position mit Option ist im Traders Dezember 2006/ seite 62 nachzulesen.

Ich denke auch, dass es nichts einfacheres gibt als Future kaufen wenn der Trend steigt und Future zu verkaufen wenn der Trendf fällt. Aber ich denke schon, dass irgendwelche Vorteile müssen diese ScheißeOptionen haben, sonst würden sie nicht so gern von 10 mal Klugen Spekulanten gehandelt. Ich bin aber erst auf der Lösungsuche.
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von Bödefeld




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Verfasst am: 12.02.2007, 17:47

@Joram:

Jo, irgendwas muss an diesen Dingern dran sein, aber was?

Nur um mal einen Kontrakt zu hedgen ist vielleicht nicht der Hit, aber wenn man in einer andern Liga spielt, dann mag man vielleicht nciht mit dem Hin und Her größerer Langfrister auffallen. Gleiches und vielleicht noch eher mit Aktien.
Man hält lieber die Position anstatt Tausende auf den Markt zu werfen und sich den Preis zu verhunzen. Außerdem kann man genau DA mit Spekufrist in eine Steuerfreiheit rutschen, die man ansonsten verspielen würde.
 
Joram




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Verfasst am: 12.02.2007, 18:01

@von Bödefeld

wo gibt es Spekufrist außerhalb Deutschland? Ich dachte, dass so was eine typisch Deutsche Erfindung ist?
Und die Mehrheit Optionstrader wohnt außerhalb Deutschland.
Ich vermute daher, dass es sich dabei nicht um Spekufrist handelt.
Aber wie gesagt, ich suche die Antwort warum soll es besser sein Optionen zu traden als die Future direkt.

Abgesehen von den abgehoben Strategien die auf NULL Risiko ausgelegt sind und kein NICHT BWLer verstanden hat, muss es noch irgendwelche andere Vorteile geben. Vielleicht ist das Risiko tatsächlich geringer und Gewinnchance größer?

Ich gehe davon aus, dass es die Annahme stimmt, dass bei OGBL diese Smile/Skew Effekt nicht vorhanden ist und dadurch sind die OGBLs berechenbarer als die Optionen auf die andere Märkte.




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von Bödefeld




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Verfasst am: 13.02.2007, 13:31

In Frankreich gibt es bei Immobilien eine Spekulationsfrist von 4 Jahren.
In Portugal sind Spekulationsgewinne nach 2 Jahren steuerfrei.
http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,222668,00.html

evtl. finden sich auch noch andere Länder wo es Fristen für Wertpapiere gibt.
Eine rein deutsche Erfindung ist es jedenfalls nicht. Kannst ja mal googeln.


Zuletzt bearbeitet von von Bödefeld am 13.02.2007, 13:34, insgesamt einmal bearbeitet
 
Joram




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Verfasst am: 13.02.2007, 14:29

Interessant, wegen so geringer Besteuerung macht doch keiner so einen Eiertanz mit Optionen. die Vorteile muessen woanders liegen.


Zitat:

In der Schweiz und in Griechenland gibt es zum Beispiel keine Spekulationssteuer. In Frankreich und Großbritannien gibt es hohe Freibeträge, der in Frankreich bei 7620 Euro und bei den Briten bei 13.000 Euro liegt. Nur Spekulationsgewinne, die über dieser Grenze liegen, werden mit dem persönlichen Steuersatz belastet. In Portugal sind Spekulationsgewinne nach einer Frist von zwei Jahren steuerfrei.




Zitat:

In Großbritannien gilt zunächst ein jährlicher Freibetrag von rund 12.000 Euro. Darüber hinausgehende Kursgewinne unterliegen dem persönlichen Einkommensteuersatz. Wer aber die Papiere mindestens ein Jahr hält, zahlt nur für die Hälfte des Gewinns den persönlichen Steuersatz und nach zwei Jahren sogar nur noch für ein Viertel. In Frankreich liegt der Abgeltungssatz auf Kursgewinne nach zwei Jahren bei 16 Prozent, nach fünf Jahren sind Gewinne dort steuerfrei. In Italien werden Veräußerungsgewinne generell mit lediglich 12,5 Prozent besteuert. Und in den USA liegt die Steuer nach einem Jahr bei 15 Prozent des Wertzuwachses und für Geringverdiener gar nur bei fünf Prozent.



_________________


 
von Bödefeld




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Verfasst am: 13.02.2007, 15:02

Ich arbeite mich gerade durch diese Geschichten hier und denke, dass da der Sinn klar wird.

http://www.ifgnet.com/page2/101link.htm
http://www.ifgnet.com/page2/201link.htm
http://www.ifgnet.com/page2/301link.htm

 
Joram




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Verfasst am: 13.02.2007, 15:14

auf Deinen Bericht werde ich gespannt warten
_________________


 
von Bödefeld




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Verfasst am: 13.02.2007, 15:16

ich hoffe, dass ich genug verstehe um was berichten zu können
 
Hittfeld


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Beiträge: 1147


Verfasst am: 13.02.2007, 15:41

Zitat:

Joram schrieb am 12.02.2007 19:01

Ich gehe davon aus, dass es die Annahme stimmt, dass bei OGBL diese Smile/Skew Effekt nicht vorhanden ist und dadurch sind die OGBLs berechenbarer als die Optionen auf die andere Märkte.






Wo steht das?

MFG

Hittfeld

 
Hittfeld


Anmeldedatum: 04.09.2005
Beiträge: 1147


Verfasst am: 13.02.2007, 15:45

Zitat:

Joram schrieb am 12.02.2007 19:01

Und die Mehrheit Optionstrader wohnt außerhalb Deutschland.
I





JEIN, aber Eurex Optionen sind wohl grossteils auch Institute, die damit ihre Optionsscheine und Zertis stricken/hedgen.

MFG

Hittfeld

 
von Bödefeld




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Verfasst am: 13.02.2007, 15:48



Der smilet aber.

 
Joram




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Beiträge: 2238


Verfasst am: 13.02.2007, 15:51

Ich bin gerade in Ross´schen Optionen und Futures vertieft. Vielleicht kriege ich auch die Erleuchtung. Ich vermute, dass der ganze große Witz bei der Optionen darin liegt, dass man anders als bei Futures sich nicht auf eine konkrete Richtung legen musst und man trotzdem entweder Gewinnt oder sehr wenig verliert.
Wenn man z.B. die short Future Position mit einer Call Option hedget, dann ist der Verlust von Anfang an begrenzt und man ist nicht so oft ausgestoppt wie bei einem simplen Stopp-los.
Bei Stopp-los gibt es immer eine psychische Barriere nach zweifachen Ausstoppen das dritte mal in gleiche Richtung einzusteigen. Ein gehedgte Future stellt vor solcher Entscheidung nicht.
Das kann auch ein Vorteil der Optionen sein.


_________________


 
Joram




Anmeldedatum: 17.08.2005
Beiträge: 2238


Verfasst am: 13.02.2007, 15:56

@von Bödefeld

Zitat:

Der smilet aber




ja schon, nur es gibt solche Strikes net
_________________


 
Joram




Anmeldedatum: 17.08.2005
Beiträge: 2238


Verfasst am: 13.02.2007, 16:00

@Hittfeld


Zitat:

Wo steht das?




wo steht das Gegenteil dazu?

Ich ließ mir so was mal von einem erfahrenen Trader sagen. Ich habe keinen Grund ihm nicht zu glauben. Er schreibt keinen Usinn bei TMW Forum.
_________________


 
von Bödefeld




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Verfasst am: 13.02.2007, 16:03

Quintessenz aus 101:

If you anticipate a volatility increase, you should lean towards buying options.
If you anticipate a volatility decrease, lean towards selling options (Zeitwertverfall ohne Kursrisiko)

Because the odds are against you, we recommend that you only buy options when:
1. Volatility is very low.
2. Volatility is average and you combine the option purchase with the sale of an
option in a spread position.
3. Just before or during the early stages of a strong seasonal volatility up-trend.
4. Volatility is reasonably low and you anticipate a major price move.

Because the odds are in your favour, we recommend that you sell options when:
1. Volatility is high.
2. Volatility is average, and there are no foreseeable reasons to anticipate a
volatility increase.
3. There is a strong seasonal volatility down-trend.
 
von Bödefeld




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Verfasst am: 13.02.2007, 16:05

"Ich ließ mir so was mal von einem erfahrenen Trader sagen. Ich habe keinen Grund ihm nicht zu glauben. Er schreibt keinen Usinn bei TMW Forum."

Wir sollten lieber versuchen den Krempel zu verstehen, anstatt aufgeschnapptes Halbwissen weiter zu plaudern.

Ich lese jetzt die nächsten 50 Seiten von dem Optionskrempel.
 
Joram




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Verfasst am: 13.02.2007, 16:13

Zitat:

Wir sollten lieber versuchen den Krempel zu verstehen, anstatt aufgeschnapptes Halbwissen weiter zu plaudern.




d´accord,
allerdings sein Wissen ist m.E. kein Halbwissen. Aber im großen und ganzen soll man sich nur auf eigenes Wissen verlassen.
_________________


 
von Bödefeld




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Verfasst am: 13.02.2007, 16:18

Halbwissen insofern, als man vielleicht was richtiges weiß, aber nicht weiß warum es richtig ist.
 
Hittfeld


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Verfasst am: 13.02.2007, 16:18

Zitat:

von Bödefeld schrieb am 13.02.2007 17:03
Quintessenz aus 101:

If you anticipate a volatility increase, you should lean towards buying options.
If you anticipate a volatility decrease, lean towards selling options (Zeitwertverfall ohne Kursrisiko)

Because the odds are against you, we recommend that you only buy options when:
1. Volatility is very low.
2. Volatility is average and you combine the option purchase with the sale of an
option in a spread position.
3. Just before or during the early stages of a strong seasonal volatility up-trend.
4. Volatility is reasonably low and you anticipate a major price move.

Because the odds are in your favour, we recommend that you sell options when:
1. Volatility is high.
2. Volatility is average, and there are no foreseeable reasons to anticipate a
volatility increase.
3. There is a strong seasonal volatility down-trend.




Das bezieht sich aber vor allem auf equityoptions ( seasons = Quartalszahlen) . Mit Zinsfutures ( die ich nicht trade) könnte das anders aussehen.

Ausserdem ist die implizite Vola für die marketmaker doch eine beeinflussbare Grösse.

Und denkt dran: Wenns heiss wird, sitzt Ihr auf Euren Optionen und könnt nicht handeln!! Weil die Eurex den Handel mit Optionen ab 17:30 stoppt!!!

MFG

Hittfeld

 
von Bödefeld




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Verfasst am: 13.02.2007, 16:24

Ich will Aktienoptionen machen als Sicherung meines Aktiendepots, da ich dann auch bei Abwärtsphasen meinen Gewinn bis über die Spekufrist hinaus steuerfrei halten kann.
Wie das alles genau aussieht weiß ich natürlich noch nicht, weil ich erst mit dem Thema beginne, aber das ist so die erste Anwendung für mich.
Nächste Anwendung könnten doch ODAXe sein, wenn man mit Korrekturphasen rechnet, in der man dann Zeitwert einstreichen könnte.
Naja, ich les mal weiter.
 
Joram




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Verfasst am: 13.02.2007, 16:39

Zitat:

Wenns heiss wird, sitzt Ihr auf Euren Optionen und könnt nicht handeln!! Weil die Eurex den Handel mit Optionen ab 17:30 stoppt!!!




dieses Risiko hat man bei Aktien Trading ebenfalls, weil Handel von Aktien um 17:30 zu Ende geht. Soll man deshalb keine Aktien traden?

Um Futures nach 22 Uhr ebenfalls schlafen gehen, und wenn ein Verrückter nachts in Nordkorea an den Nuckes zündelt, dann ist ebenfalls alles Futsch. Allerdings ... Mit Optionen kann man Futures Hedgen.
_________________


 
Joram




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Verfasst am: 14.02.2007, 06:43

Gestern habe ich angefangen das J.Ross´ Buch "Trading mit Optionen und Futures" ernsthaft zu lesen. Ich habe das Buch schon seit einigen Jahren in meinem Börsenbücherregal stehen. Bisher habe ich es nur angeschaut und wieder weggestellt. Ähnlich wie das Buch "Professioneles Eurex Trading" von Eck&Richert, oder Optionen und Futures von Müller-Möhl und viele anderen Bücher die sich mit den Themen der Optionen beschäftigen.

Ich hatte eine ambivalenten Einstellung zum OptionTrading. Einerseits spürte ich instinktiv, dass hier die Musik spielt und man ungeahnte Gewinn Möglichkeiten hat, die man mit Futures oder Aktien niemals gehabt hätte, anderseits hat mich immer diese matematische Gewürge abgeschreckt und von Anfang an das Interesse weggenommen. Die Auseinandersetzung mit der Fachsprache der Optionspezialisten und die Seitenlange Erklärung von mathematischen Modellen habe ich mich niemals ernstaft zugemutet.
Ich bin auch mit der Erklärungen von Optrade gescheitert gewesen. Er mag ein größer Optionsspezialist sein und sein Wissen hat ungeahnte Tiefen. Aber Didaktisch kam bei mir wenig über. Schade. Nicht jeder Fachmann ist ein Pädagoge.

Das Buch von Ross ist prinzipiell anders. Ich weiß nicht welcher qualitativer Wert haben die Inhalte des Buches. Ob das Quatsch eines Wichtigtuers ist, oder tatsächlich die Weisheit eines erfahrenen Traders. Aber das Buch ist spannend geschrieben und weckt Interesse an weiterlesen. Außerdem behandelt er die Themen die mich besonders Interessieren - den Spannungsfeld zwischen Futures und Optionen. Die Optures und Futionen eben.

Somit erstmal werde ich das Buch gründlich zu Ende studieren und dann fange ich die Experimentelle Phase mit dem Gelernten an. Vorher hat das keinen Sinn.

_________________


 
GBoos




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Verfasst am: 14.02.2007, 13:21

@JORAM

Ich bezihe mich auf Deinen letztes Posting, den letzten Absatz und zweiten Satz ....
und sage nur :

Erstmal wirklich die Theorie real handeln und dann schreiben. Die meisten schreiben nur und haben nie gehandelt oder handeln nur und schreiben nie.

Was wäre Dir lieber ? Ich kann es mir denken ;-)

GBoos
 
Joram




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Verfasst am: 14.02.2007, 13:32

@Gboos
interessant, ich erwartete aber eher einen Erfarungsbericht von Dir. Was funktioniert in den von Ross vorgeschalgenen Strategien nicht und warum? Ein Beispiel würde Deinem Erfahrungbericht eine Würze geben. Deine Meinung dazu als Optionsexperte würde ich schon gern kennenlernen.
Die Alltagsweisheiten produziere ich selber auf laufendem Band. Das kannst Du auf der Zahl meinen Beiträge in diesem Forum ablesen

_________________


 
SwingManT


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Verfasst am: 14.02.2007, 13:45

Zitat:

Das kannst Du auf der Zahl meinen Beiträge in diesem Forum ablesen


- Ja, ja. @Joram wird schon bald eine Legende für uns sein...

 
Joram




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Verfasst am: 14.02.2007, 13:51

Zitat:

- Ja, ja. @Joram wird schon bald eine Legende für uns sein...




@Swingman,

meine Zielsetzung ist das nicht. Eher schon "Ausgeschieden wegen Reichtums" (oder so ähnlich)

By the way, kannst Du in dem Toll MT DB die Bollinger Bänder aktivieren? Ich sehe zwar das Kästchen im Menü aber das ist inaktiv. Ist das möglich oder grundsätzlich unmöglich?
_________________


 
wuelle


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Verfasst am: 15.02.2007, 10:09

Zitat:

von Bödefeld schrieb am 13.02.2007 16:48
Der smilet aber.




Der Option Modeler der TWS hat unter anderem falsche Parameter für die Restlaufzeit der Bund Optionen hinterlegt. Ich habe IB vor langer Zeit schon darauf hingewiesen.

Berechnungen zur impliziten Vola der TWS für OGBL sind somit leider unbrauchbar.

Wenn man mit z. B. meinem Optionsrechner die impl. Vola für die Basispreise getrennt ermittelt, kann man selbst nachsehen, ob es einen Smile gibt.

Um es vorweg zu nehmen: Es ist allenfalls unter dem Mikroskop ein Smile zu beobachten, der für akademische Betrachungen relevant sein mag. Die Differenz der impl. Vola durch den Spread hat mehr praktische Relevanz.

@Joram

Denke dran, die April Optionen mit dem Juni Bund zu rechnen!

 
von Bödefeld




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Verfasst am: 15.02.2007, 10:36

@wuelle
danke für den Hinweis.
Gut zu wissen, dass die TWS da schummelt.
Ich habe allerdings noch zu wenig Ahnung, um überhaupt zu wissen was ein Smile ist.
Hab nur mit der TWS gespielt und den "Smile" gesehen und das war alles.
Also momentan ist nur absolutes Basic Wissen vorhanden und sonst nix.
Ich weiß nur, was mit dem Optionspreis passiert, wenn das Underlying hoch oder runter geht oder die Vola sich verändert, allerdings auch nur mit ein wenig Nachdenken und es ist beileibe noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen.
Von Strategien wie Butterfliegen, Straddles usw. auch noch keinerlei Ahnung.
Ich finde es allerdings nett, dass man in diesem Thread ein wenig in die Tiefen gehen kann ohne gleich in Fachausdrücken zu versumpfen oder mit allzu sophisticated Strategien zugeworfen zu werden.
Den Hoadley habe ich mir mal besorgt um ein wenig spielen zu können, und ein Gefühl für die Gewinnerwartung verschiedener Strategien zu bekommen.
Dauert aber noch ein paar Monate bis ich das drin hab, zumal ich öfter unterbrechen muss, um aktuelle und kommende Bauarbeiten dieses Jahr zu kontrollieren bzw. zu koordinieren.


Zuletzt bearbeitet von von Bödefeld am 15.02.2007, 10:37, insgesamt einmal bearbeitet
 
Joram




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Verfasst am: 15.02.2007, 10:59

@Wuelle

Zitat:

Denke dran, die April Optionen mit dem Juni Bund zu rechnen!



ja, das ist mir klar. März Bund verabschiedet sich bald.
Danke für den Hinweis.

Mit deinem Wuelle Toll komme gut zu recht.
Anders als mit dem Hoadley Toll. Dazu finde ich genau so wenig Zugang wie zum Zen.

@von Bödefeld,

Zitat:

Ich finde es allerdings nett, dass man in diesem Thread ein wenig in die Tiefen gehen kann ohne gleich in Fachausdrücken zu versumpfen oder mit allzu sophisticated Strategien zugeworfen zu werden.




deshalb habe ich auch auf J.Ross "Trading mit Optionen und Futures" hingewiesen. Der Plauderton des Altmeisters macht das Lesen zu Vergnügung. Unabhängig davon ob er tradet oder nicht tradet sonder nur schreibt. Bei der Lektüre wird Dir schnell klar wozu Optionen (vor allem Optionen auf Futures) gut sind. Lade dir die PDF auf deinen PDA (hoffentlich geht es) und wenn Du im Zug nach Hessen sitzst, dann kannst Du das lesen. Sogar wenn er nur ein Märchenonkel wäre - was ich nicht glaube - dann sind die Vorzüge der Optionstrading und die Kombinieren mit Futures ganz vorzüglich erklärt.


Übrigens, bei Ross gibt es den Option Matrix, leider viel zu teuer.

http://www.ross-trading.de/optionen/785449652/Matrixoption-Info.pdf
http://www.ross-trading.de/optionen/matrix-options.htm

Kann ein Excel Wizard so was nachbauen? Das wäre doch eine schöne und Anspruchsvolle Aufgabe.





_________________


 
von Bödefeld




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Verfasst am: 15.02.2007, 11:07

Ross hatte ich schon bis Seite 80 oder so durch.
Ich bleibe regelmäßig an seinen Erklärungen zum Rosshaken hängen, weil ich dann sofort abschweife und versuche, dieses Dingen in eine formel zu giessen. Dann merke ich wieder, dass dazu entweder meine Programmierfähigkeiten zu klein sind oder aber die Primitivmethode, nach der man einfach alle möglichen Kerzenkombinationen eintippt zu langwierig wird. An dem Punkt stoppe ich dann und muss dann sowieso wieder nach Hessen oder in Urlaub (Kinder haben einfach zu viel Ferien). Ist mir bei Ross Büchern bisher jedesmal so gegangen. Aber ich weiß, dass mein Unterbwusstsein regelmäßig zu jedem Problem, dass ich darin versenke, irgendwann eine Lösung ausspuckt und dann dauert es anschließend nur Minuten sie zu verwirklichen. Leider dauert das Ausspucken oft Monate oder Jahre.

Gruß
 
Joram




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Verfasst am: 15.02.2007, 11:18

Mir ist ähnlich mit Ross Bücher bisher gegangen. Ich dachte, dass es von dem Lesen am Bildschirm ist, dann habe ich fast ALLE seine Bücher ausgedruckt. Das sind Tausende von Seiten. Die stehen jetzt schön in den Ordnern im Regal.
Anstatt sie zu lesen, lese ich Voigt, Willams, Fisher, Elder und, und, und.
Diesmal habe ich mich entschieden als Disziplinübung das Buch Trading mit Optionen und Futures bis zum Ende zu lesen und nicht aufgeben bis ich damit durch bin.

Es ist vor allem leicht zu lesen, obwohl an manchen Stellen grauenvoll übersetzt. Der liebe Herr Kagel ist leider kein Künstler.
_________________


 
von Bödefeld




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Verfasst am: 15.02.2007, 11:35


Herr Kagel ist kein Künstler, aber es ist immerhin deutsch.
Meine gekauften englischen (bei ebay für je 60 Euro ergattert), stehen auch nur im Regal und ich bemühe lieber die deutschen Computerfassungen, anstatt mich durch neue Materie in einer fremden Sprache zu wühlen.
ich werde also die Rosshaken überspringen und weiter machen, das Unterbewusstsein hat das Problem inzwischen ja schon mehrfach erhalten.
_________________


 
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Tags: euro bund, ogbl, optionen, short

 
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