Es ist doch intraday, und über Money Management mach ich mir noch keine Gedanken.
williams
Anmeldedatum: 08.11.2005 Beiträge: 172
Verfasst am: 29.12.2005, 23:30
Zitat:
SwingMan schrieb am 29.12.2005 20:27
@Fisch
Es ist doch intraday, und über Money Management mach ich mir noch keine Gedanken.
MM ist neben RM einer der Tresorschlüssel fürs Trading.
RM ist der Sicherheitsgurt. Ohne Anschnallen darf man nicht auf die Piste.
MM ist der Turbo. Die Positionen sind zu verkleinern, wenn's in Richtung StopLoss geht (= Durchschnittverluste verkleinern) und auszubauen (Gas geben), wenn der Markt uns Rückenwind beschert.
Weiß jemand mehr Detailliertes, wie Wormstall RM und MM ("...immer in Abhängigkeit vom Konto.....Das Konto steuert alles...") handhabt?
Seine Methode (er handelt amerikanische Aktien, pro Handelstag sind es mehrere offene Positionen, die er gegeneinander austariert = vergrößert/verkleinert deren Position je nach Verlauf) könnte 1:1 anwendbar sein auf Market-Signal.
Was brauchen wir dann noch mehr?
SwingMan
Anmeldedatum: 16.08.2005 Beiträge: 885
Verfasst am: 30.12.2005, 00:17
@Williams
Ich habe im Regal mindestens 5 sehr gute Bücher über MM. In der letzten Zeit belegen die meisten Autoren fast die Hälfte ihrer Bücher mit schlauen Ratschlägen, weil über erfolgreiche Trading-Systeme können sie nur Märchen erzählen. Fast alle Autoren und "Gurus" verwalten Gelder anderer Leute, und nur ab und zu gibt es Meldungen über Misserfolge (über zwei oder drei war auch im letzten Jahr die Rede).
Ich habe das Buch von Ryan Jones, und das letzte Buch von Ralph Vince, die als anerkannten Autoren im MM Bereich gelten.
In sein Buch "Long-Term Sectrets to Short-Term Trading" stellt Larry Williams eine eigene Methode vor. Er kennt persönlich die beiden anderen (Ryan Jones war auch sein Schüler).
Seine Formel ist:
Contracts to trade = (account balance * risk percent) / largest loss
Nach seinen Vergleichsberechnungen sind die Ergebnisse wesentlich besser als die von Ryan Jones.
Wenn sich herausstellt daß ein paar von uns mit MS effektiv CFDs oder ETFs traden möchten (darunter zähle ich mich auch), kann man eine kleine Formel einbauen und für jede Position die Stückzahl berechnen. Etwas ähnliches habe ich für Zertifikate gemacht.
Das Problem wird nur sein einen vernünftigen Wert für "largest lost" zu nehmen.
- Erstens, sind die MS Signale und Regeln so perfekt, daß es kaum Verluste gibt.
- Zweitens, muß man sehen wie man alles berechnet. Auf einem einzelnen Futures hat man ein System, man macht Backtesting, und man hat die Drawdowns.
Wenn man aber Stockpicking macht, erwischt man nur die gut laufenden Trends, so daß die Drawdons im klassischen Sinn nicht aussagekräftig sind.
Kommt Zeit, kommt Rat. Machen wir ein paar handlichen Auswertungen, und dann finden wir auch eine Lösung.
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 30.12.2005, 08:34
@Williams,
ich habe noch ein paar Unterlagen zu Wormstall! Suche Sie raus und werde Sie hier hochladen bzw. den Link reinstellen. Es gibt auch 2 Artikel im Traders von Ihm zu seiner Verfahrensweise! Ausgabe muss ich auch suchen!
Seine Methode (er handelt amerikanische Aktien, pro Handelstag sind es mehrere offene Positionen, die er gegeneinander austariert = vergrößert/verkleinert deren Position je nach Verlauf) könnte 1:1 anwendbar sein auf Market-Signal.
Ich gebe Dir zu 100 % Recht!
@SwingMan
Zitat:
- Erstens, sind die MS Signale und Regeln so perfekt, daß es kaum Verluste gibt
Das muss sich erst noch zeigen!
Lest mal im Trader das Interview mit Birger Schäfermeier. "MM ist Trading!"
Für mich ist RM und MM das Wichtigste und der Schlüssel zum Erfolg!
@Fisch
Danke für die Wormstall-Quellen.
Link und Artikel im Trader's kenn ich.
Auch das Interwiew mit TerminTrader (sehr direkt. Lesenswert!)
Interessant wäre jetzt halt die Hülsen mit konkreten Details anzureichern,
soll heißen: Wie laufen seine Entscheidungsdiagramme im RM und MM ab, wenn er vor dem Trading Bildschirm sitzt.
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 30.12.2005, 11:53
@Williams
Ich habe von Ihm gelesen, dass er den Gewinn einer Position durch 4 teilt!
2 Teile werden als gesicherter Gewinn mitgenommen bzw nicht mehr verloren! 1 Teil sichert die aktuelle Position!
1 Teil sichert eine neue Position!
Beispiel Schematisch:
Ich bin in einem Wert long Entry = 100 Initstop = 95.
Kurs bewegt sich auf 120 ==> 20 Pkt Gewinn, wenn ich jetzt glattstelle.
Ich teile die 20 durch 4 = 5.
2 Teile = 10 Pkt. will ich nicht mehr verlieren, 1 Teil zur Sicherung der Position und 1 Teil für die neue Position verwenden, die jetzt durch mein Kapital eingegangen werden kann.
Also: Neuer Stop für die aktuelle Position = 115 = 100 + 2 Teile + 1 Teil.
Ich gehe eine neue Position in einem anderem Wert ein oder stocke den ersten Wert auf!
Neuer Wert Kurs steht bei 100 = Initstop = 95 = 1 Teil des Gewinns der 1. Position.
Ab jetzt geht es wieder von vorne los ich schaue nur noch auf mein Kapital! Das Kapital entcheidet was ich tun muss und kann.
Er berechnet jetzt nur noch den Stand des Kapitals und managed die Positionen!
Dazu nutzt er Software. Ziel habe ich auch irgendwo gelesen sind 1000 $ pro Tag. Das System finde ich genial!
Grafik von Wormstall.
Das ganze rund gemacht, passt zu MS wie die Faust aufs Auge!
Wie ich es bisher verstanden habe, haben Sie zur Zeit ein verfügbares Konto von ca 10.000 Euro; Wenn Sie für jeden Trade 2 % Ihres Kontos riskieren, können
Sie somit 200 Euro riskieren; bei einem Euro Stoxx 50 Future Kontrakt wären das 20 Punkte.
Sollten Sie nun bei einem Trade mit einem Kontrakt Euro Stoxx Future mit 10 Punkten im Gewinn sich befinden,
könnten Sie nun einen zusätzlichen Euro Stoxx Future Kontrakt eröffnen, wobei nun
der Stopp Loss bei 15 Punkte für beide Kontrakte gesetzt werden müßte;
steigt nun der Euro Stoxx Kurs um weitere 10 Punkte , dann eröffnen Sie 4 zusätzliche Kontrakte , wobei nun der Stopp Loss für diese nun insgesamt 6 laufenden Kontrakte dann bei 8 Punkten gesetzt werden müßte;
usw. usw.......
Mit dieser schon oben erwähnten antimartingalen Positionserhöhungen (im Gewinnfalle) läßt sich der Gewinn pro Trade erheblich puschen.
In der Endphase wird man dann den Stopp Loss immer so setzen, dass der Trade in keinem Fall mit einem Verlust abschließen wird.
Man hat dann die Chance , einen größeren Move beim Euro Stoxx mit einem erheblichen Gewinn abzuschließen; mit einem Kontrakt werden Sie das ansonsten nie schaffen !
Weiter behauptet @autokor:
Zitat:
Beim Antimartigale verliert man oft seinen Basiseinsatz. Oft kommt man mit plus minus Null raus und selten hat man eine grosse Gewinnstrecke. In der Summe aber ein Nullsummenspiel.
Es sei denn die Märkte würden sich trendartig bewegen. Tun sie aber nicht.
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 30.12.2005, 12:38
@Williams
mit rund meinte ich, man könnte die Auswertung und die Berechnung des Kontostandes und der Stops später in MS einbauen!
Funktionieren tut es auch so!
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 30.12.2005, 12:46
@SwingMan
nicht schlecht der Link! Wenn das Kapital über das Aufstocken entscheidet, kann es kein Nullsummenspiel werden. Wenn der Trader entscheidet schon!
williams
Anmeldedatum: 08.11.2005 Beiträge: 172
Verfasst am: 30.12.2005, 13:06
Zitat:
Fisch schrieb am 30.12.2005 12:38
@Williams
mit rund meinte ich, man könnte die Auswertung und die Berechnung des Kontostandes und der Stops später in MS einbauen!
...
Meinst Du dann, ... das passt zusammen wie männchen und weibchen?
Dann sind wir einer Meinung.
Weil "Faust aufs Auge" ist eher das Gegenteil, tut eher weh....
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 30.12.2005, 13:07
Genau! Wie Topf und Deckel .....
williams
Anmeldedatum: 08.11.2005 Beiträge: 172
Verfasst am: 30.12.2005, 15:07
@Fisch
Dann wäre das nächste Etappenziel unter uns:
an das programmierbare RM-/MM- Regelwerk von D.W. zu kommen.
Machst Du mit?
Weißt Du, vielleicht können wir King George SwingMan etwas zuarbeiten.
Er haut sich eh schon für uns die Nächte um die Ohren.
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 30.12.2005, 16:07
Klar, ich bin dabei!
Wie wollen wir vorgehen?
wp
Anmeldedatum: 29.08.2005 Beiträge: 388
Verfasst am: 03.01.2006, 22:08
@williams
Er hat dich erhört und schreibt jetzt gleich ein Buch
@wp
Danke für diesen Hinweis.
Was hältst Du von der Kombination MS + (RM+MM nach D.W.)?
Fisch
Anmeldedatum: 02.09.2005 Beiträge: 1641
Verfasst am: 12.01.2006, 20:38
MS sucht nach den in MS(oder PRT) definierten Kriterien eine best. Anzahl (max Titel) Titel aus den zu Verfügung stehenden Werten heraus!
Bekannt ist der Initial Stop oder RisikoStop dieser Werte. Momentan handelt es sich um die BarRange in MS und Elder’s SafeZone in PRT!
Die Anzahl des einzelnen Wertes sollte über eine Positionsgrößenberechnung erfolgen!
Nach Elder soll man auch innerhalb eines Portfolios nicht mehr als 6% seiner Depotgröße riskieren.
Das kann natürlich jeder nach seinem Risikoverständnis anpassen. Ebenso die Depotgröße
Die Beispiele basieren auf 10.000 € AnfangsDepotGröße
Wollen wir max. Titel = 5 setzen, ergibt sich dann 6% / 5 = 1,2 % als Risikokapital pro Titel!
Risikokapital pro Position ist somit Depotgröße *1,2 /100
Beispiel: 10.000 * 1,2 /100 = 120 €.
Die Stückzahl für den einzelnen Titel kann nun aus RisikoProPosi /(KaufKurs-InitStopKurs) errechnet werden.
Damit sind 2 Dinge gewährleistet:
1. Das Risiko für jede Position ist identisch
2. Das Gesamtrisiko ist <= 6%
Da ich mich mit Excel immer schwer tue, wäre es schön wenn jemand die Geschichte in Excel umsetzen könnte. Es steckt nicht viel dahinter!
Eingabewerte:
Depotgröße (wird nach jedem Trade angepasst):
Max Anzahl Werte:
Gesamtrisiko bezogen auf das Depot in %:
Risikokapital pro Position: = Depotgröße* Gesamtrisiko / max. Anzahl der Werte
-----
Berechnung für die einzugehende Position:
AKtie Kauf-Kurs STopKurs Positionsgröße
Dabei werden Aktie, Kaufkurs und Stopkurs eingegeben und Positionsgröße berechnet = Risikokapital pro Position / (Kaufkurs-Stopkurs)
SwingManT
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 1700 Wohnort: Frankfurt am Main
Verfasst am: 23.01.2006, 12:21
Hier ein Thread über "Handelssystem/Positionsmanagement "
Nachdem ich mir nochmal die Arbeiten von Rossi angesehen habe, bin ich zu dem Schluß gekommen, das wir dort zu weit gehen! Es wird mir zu kompliziert und damit zu unübersichtlich!
Vielleicht ist es auch nur für mich so!
Ich versuche hier nochmal die für mich wichtigen Punkte einfach darzustellen!
Ausgangspunkt ist Depotgröße! in meinem Beispiel 10.000 €
Ich möchte das Gesamtrisiko festlegen können 6%!
Dazu noch Risiko pro Position = 2% !
Damit habe ich alles, was wir zum Anfang des Tradings benötige!
Vor dem Kauf einer Position habe ich Kaufkurs (jedenfalls ungefähr) und Stopkurs!
Damit kann ich die Positionsgröße berechnen:
(Risiko pro Position absolut - Kommision) / (Kaufkurs - Stopkurs) = Posigröße!
Jetzt könnte ich noch ausrechnen ob (Posigröße * Kaufkurs) * Margin noch in meinem Sinne von max. 1/5 der Depotgröße ist. Ist in der Praxis bisher nicht aufgetreten da Margin nur 10 % des Wertes ist.
Am Anfang kann ich jetzt für jede Position die Größe bestimmen und die Welt ist in Ordnung!
Interessant wird es wenn die Position in unsere Richtung läuft und wir den Stop nachziehen!
Mit jedem Nachziehen verringern wir das Anfangsrisiko. Wenn der Stop über Entry liegt ist das Anfangsrisiko = 0 und wir können wieder in neue Positionen investieren ohne unsere
Risikoregeln zu verletzen. Mehr noch, wenn der/die Stops über Entry liegen haben wir einen theoretischen Gewinn (gesicherter G/V). Dieser erhöht die Depotgröße! Wir können jetzt die 2% und die 6% auf diese Depotgröße berechnen und damit weitere und gleichzeitig größere Positionen eingehen! Bedingung ist jetzt nur noch die MArgingröße übersteigt nicht unsere Depotgröße!
In der Realität könnten wir also wesentlich mehr Positionen gleichzeitig halten als am Anfang gedacht, ohne das Risikoprofil zu zerstören.
Wenn die Positionen in unsere Richtung laufen ist alles weiter in Ordnung!
Als Beispiel mein DemoDepot! Ich habe zur Zeit 5 Werte im Depot (eine Wert ist verschwunden in meiner Plattform von Saxo! Fragt mich nicht wieso).
Ich habe also eine Margin von 2390, - € verbraucht! Ansonsten sieht man nur noch welche Positionen ich zu welchem Preis gekauft habe und wo der aktuelle Kurs steht! Die Stops werden woanders angezeigt! Leider gibt es keine guten Auswertungen oder Historien über die Positionen etc.
Jetzt ein Blick auf meine "Exceltabelle" sehr einfach gehalten!
Ich habe hier alle Informationen die ich für das Managen des Depots brauche!
Zuerst kann ich die Stückzahl berechnen indem ich Kaufkurs und Stopkurs eingebe!
Dann aktuealisiere ich nur noch aktueller Kurs und Stopkurs!
Der "gesicherte" Gewin/Verlust wird berechnet aus Stückzahl * (aktueller Kurs-aktueller Stopkurs). Die Summe der Spalte wird addiert und auf die Anfangsdepotgröße aufgeschlagen! Das ergibt die aktuell gesicherte Depotgröße! Mit der kann ich jetzt weiterarbeiten 2% von 10.143,74 = 202,87 als Risikowert für die nächste Position!
Es gibt noch 2 Probleme: 1. Wenn man US-CFD's handelt dann kauft man diese ja in Dollar und SAXO führt die Position auch in Dollar. Deshalb der Kurs in der Exceltabelle. Wir müssen den Kurs bei der Posigrößenberechnung und bei der G/V Berechnung berücksichtigen.
2. Meine Excelkenntnisse sind nicht zu gebrauchen. Wenn wir uns auf eine Berechnungsweise geeinigt haben, sollte Rossi das neu erstellen! Excel erzählt mir immerzu etwas von Zirkelbezügen!
Also diese Tabelle nicht benutzen, sondern nur als Vorschlag überprüfen!
Der Vorteil in meinen Augen ist die Einfachheit! KISS. Ich sehe alle notwendigen Größen auf einem Blick!
Mann könnte jetzt auch schon ein wenig Wormstall MM machen. Wenn Summe gesicherter Gewinn/ Verlust eine Größe von X erreicht, könnte man eine neue Größe Y riskieren. Man riskiert álso nur noch bereits gewonnenes KApital! Aber dazu fehlen noch ein Paar Dinge!
Zuletzt bearbeitet von Fisch am 29.01.2006, 15:37, insgesamt einmal bearbeitet
Rossi
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 830
Verfasst am: 29.01.2006, 16:43
Hallo Fisch,
nur ein kleiner Hinweis, die Bewertung der Dollar-Käufe in Euro beim Einkauf, könnte auch zum Eurokurs am Einkaufstag(!!) erfolgen. Wenn du das ändern willst, benötigst du noch ein Feld.